Spammails und Malware

Spammails und Malware
Es vergeht kein Tag, ohne dass ganze Armeen von Katrins und Lisas in unseren Posteingängen Kontakt suchen, Rechtsabteilungen angebliche letzte Mahnungen per Mail zustellen oder Banken verlockende Kreditangebote unterbreiten. Eine vollkommene Lösung gegen diese betrügerischen E-Mails ist aber leider nicht in Sicht.

Täglich landen im Schnitt 100 Millionen Spam-Mails in den Posteingängen der Deutschen. Diese passen sich den Sicherheitsvorkehrungen der Mailprogramme und der Spamfilter an und sind meist nicht direkt als Spammails erkennbar. Das Katz-und-Maus-Spiel gegen die Spam-Versender nimmt kein Ende. Probleme bereiten nicht die klassischen Viagra-Mails aus Russland, diese können schnell herausgefiltert werden. Personalisierte Phishing-Mails hingegen, werden immer raffinierter formuliert und werden zum Teil von privaten Absenderadressen verschickt.

Derzeit kommen zwar weniger als 0,05 Prozent durch den Filter und werden gelesen. Wenn man aber bedenkt, dass das auf 35 Millionen Nutzer gerechnet rund 50.000 geöffnete Spam-Mails pro Tag sind, ist die Zahl doch schon sehr erschreckend. Die Ziele dieser Mails sind höchst unterschiedlich. Die einen sind dafür erschaffen worden, um Nutzerdaten herauszufinden, die danach verkauft werden, die anderen verbreiten eine sogenannte Schadsoftware über die mitgesendeten Links. Aber auch für den Verkauf von gefälschten Medikamenten oder Drogen oder das Phishing nach Online-Banking- und Kontodaten werden diese genutzt.

Dabei verschwimmen auch immer mehr die Grenzen zwischen Spam und Werbung.

Wie reagiere ich auf Spammails?

1. Klicken Sie NIEMALS auf einen Link ein einer E-Mail, nicht mal dann, wenn Sie glauben die Absenderadresse zu kennen. Es ist ein Kinderspiel in HTML-Mails die wahre Adresse zu verschleiern. Welche Seite nach dem Klick auf den Link aufgerufen wird, bestimmt nicht der Linktext sondern die Referenz.

2. Sollten Sie doch mal eine unbekannte E-Mail geöffnet haben und sind sich nicht sicher, ob es sich nun um eine Spammail handelt oder nicht, achten Sie genau auf Absender, Sprache und Inhalt. Jeder Geschäftstreibende wird seine E-Mails so formulieren, dass sie auch für technisch unbedarfte verständlich ist. Achten Sie auch darauf, ob Kontaktinformationen wie Telefonnummern und Mailadressen für Rückfragen angegeben sind.

3. Behörden, Banken, Kanzleien und anderen Dienstleister werden Ihnen wichtige Dokumente postalisch und nicht per E-Mail übermitteln. Sollten Sie sich dennoch nicht sicher sein, ob die empfangene E-Mail böse Absichten hat, googeln Sie die ersten Sätze oder den Absender. Handelt es sich tatsächlich um eine Spammail, werden Sie im Internet sicher schnell auf Beschwerden anderer Betroffener stoßen.

Im Zweifelsfall sollten solche E-Mails, wenn nicht schon automatisch geschehen, als Spam markiert und danach gelöscht werden. Die Spamfilter der Postfächer sind inzwischen so gut programmiert, dass sie schon als Spam markierte Mails erkennen und ähnliche in Zukunft direkt dort ablegen. Seinen Spamordner kann man bei den meisten Mail-Anbietern so konfigurieren, dass die Nachrichten nach einer bestimmten Zeit automatisch gelöscht werden und nicht das ganze Postfach verstopfen.

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