Einkaufen im Urlaub – Reisefreimengen innerhalb der EU

Einkaufen im Urlaub – Richtmengen innerhalb der EU

Kann man den Wein aus dem Urlaubsland ohne Probleme mit nach Hause bringen? Und was ist eigentlich mit Tabakwaren, Medikamenten und Bargeld? Reisemitbringsel wie Zigaretten und Alkohol, aber auch tierische Produkte wie Käse und Leder-Kleidung können am Zoll Probleme bereiten. Hier erfahren Sie, worauf Sie innerhalb und außerhalb der EU achten müssen.

Reisen Sie durch die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, gibt es so gut wie keine beziehungsweise nur geringe Einschränkungen. Dank des Grundgesetztes der EU „Recht auf Freizügigkeit“ kann fast alles über die Grenze mitgeführt werden, insofern es für den Eigenbedarf bestimmt ist.

Allgemeine Richtmengen

Einige Ausnahmen und Mengengrenzen gibt es aber dennoch:

Alkohol und Tabak werden beim Zoll als sogenannte „Genussmittel“ geführt. Deshalb sind die Regelungen was die Freimenge angeht begrenzt. Alle mitgeführten Packungen sollten mit Steuerzeichen und Angaben zum Nikotin- und Teegehalt versehen sein.

Zigaretten -> 800 Stück pro Person

Zigarillos -> 400 Stück pro Person

Zigarren -> 200 Stück pro Person

Rauchtabak -> 1 Kilogramm pro Person

Hinweis

Bis zum 31.Dezember 2017 dürfen Zigaretten, die für den Eigenbedarf in den Ländern Kroatien, Lettland, Litauen, Ungarn, Rumänien oder Bulgarien erworben wurden, nur bis zu einer Menge von 200 Stück pro Person steuerfrei mitgeführt werden.

Spirituosen (z.B. Weinbrand, Whisky, Wodka, Rum) -> 10 Liter pro Person

Alkoholhaltige Süßgetränke (z.B. Alkopops) -> 10 Liter pro Person

Zwischenerzeugnisse (z.B. Sherry, Portwein, Marsala) -> 20 Liter pro Person

Schaumwein -> 60 Liter pro Person

Bier -> 110 Liter pro Person

Für Wein, der für den Eigenbedarf aus anderen EU-Ländern nach Deutschland eingeführt wird, gibt es keine Richtmengen.

Auch Kaffee und kaffeehaltige Waren unterliegen in Deutschland einer Richtmenge. Hierbei gilt: pro Person dürfen jeweils 10 Kilogramm Kaffe und 10 Kilogramm kaffeehaltige Waren aus anderen EU-Mitgliedsländern nach Deutschland mitgebracht werden.

Sollten die mitgeführten Waren die Richtmengen überschreiten, besteht die Vermutung, dass sie für einen gewerblichen Zweck erworben worden sind. Versuchen Sie deshalb nachzuweisen, dass alles was Sie mitführen für private Zwecke bestimmt ist. muss man sich um die korrekte Versteuerung kümmern.

Alle angegebenen Richtlinien gelten nur, wenn die eingeführten Waren von Privatpersonen persönlich von einem EU-Land in ein anderes befördert wurden. Die Genussmittel müssen bereits in dem betreffenden Mitgliedstaat versteuert worden sein und auf üblichem Wege zu erwerben sein.

Reisen innerhalb der EU durch Nicht-Eu-Länder

Sollten Sie bei Ihrer Reise innerhalb der EU ein Nicht-EU-Land wie zum Beispiel die Schweiz durchqueren, informieren Sie sich frühzeitig, dass im Nicht-EU-Land gegebenenfalls geringere Freimengen oder abweichende nationale Regelungen gelten können, die Sie zu beachten haben. Bei der Einreise zurück nach Deutschland können Sie Ihre erworbenen Genussmittel im Rahmen der zuvor genannten Richtmengen steuerfrei eingeführt werden, insofern Sie auch nachweisen können, dass diese Waren aus dem freien Verkehr der EU stammen. Dies ist zum Beispiel durch die Vorlage eines Kassenbelegs möglich. Achten Sie auch darauf, dass es Gebiete gibt, die zwar zum Staatsgebiet anderer EU-Mitgliedsstaaten sind, jedoch nicht zum Zollgebiet der Eu angehören. 

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