Category Archives: Versicherung

Waschmaschine selber anschließen oder anschließen lassen?

Waschmaschine selber anschließen oder anschließen lassen?
Eine Waschmaschine gehört zu den Geräten, die heute in nahezu keinem Haushalt mehr fehlen. Gerade in Familien mit kleinen Kindern, in denen täglich große Mengen Wäsche anfallen, ist der praktische Haushaltshelfer beinahe unverzichtbar. Doch was passiert, wenn das gute Stück doch einmal ausfällt und ersetzt werden muss?

Welche Versicherung haftet für entstandene Schäden und gilt der Versicherungsschutz auch, wenn die Waschmaschine nicht vom Fachmann sondern in Eigenregie angeschlossen wurde?

Wer im Fachhandel eine neue Waschmaschine kauft, geht zunächst in jeder Hinsicht auf Nummer sicher. Die Geräte der heutigen Generation sind nicht nur robust und verfügen über viele Funktionen, sondern sind auch meist noch echte Energiesparer und damit im Verbrauch sehr kostengünstig. Außerdem sind beim Kauf einer neuen Waschmaschine im Elektrofachhandel die Lieferung und der Anschluss meist im Kaufvertrag inbegriffen. Die neue Waschmaschine wird also sozusagen fertig zum Gebrauch im heimischen Waschkeller, im Badezimmer oder in der Küche angeschlossen.

Ein wenig anders verhält es sich oft beim Kauf einer gebrauchten Waschmaschine oder im Falle eines Umzugs, denn hier muss der Käufer häufig selbst für den Transport und den Anschluss des Gerätes sorgen. Doch keine Angst: Wer sich im Vorfeld sorgfältig informiert, bringt die Waschmaschine auch in Eigenregie im Handumdrehen ans Laufen.

Eine defekte Waschmaschine kann verheerende Wasserschäden in der ganzen Wohnung verursachen.

Wasserschäden, die durch eine defekte Waschmaschine ausgelöst wurden, sind keine Seltenheit. Besonders dann, wenn kein separater Waschkeller zur Verfügung steht und das Gerät deshalb in einem Raum innerhalb der Wohnung installiert werden muss, können defekte Teile einer Waschmaschine schon einmal für eine unangenehme Überraschung sorgen. Die gute Nachricht ist, dass auch bei einem fachgerechten Anschluss in Eigenregie grundsätzlich ein Versicherungsschutz bei Wasserschäden besteht und die Hausratversicherung für den Schaden aufkommen kann.

Dafür ist allerdings ausschlaggebend, dass der Anschluss sorgfältig erfolgt ist und alle notwendigen Vorkehrungen für den ordnungsgemäßen Zu- und Abfluss des Wassers getroffen wurden. Doch auch nach einer fachgerechten Installation der Waschmaschine hat der Nutzer eine Sorgfaltspflicht. So ist es beispielsweise grob fahrlässig, die Waschmaschine bei laufendem Betrieb über einen längeren Zeitraum unbeaufsichtigt zu lassen.

Verlässt der Eigentümer beispielsweise bei eingeschalteter Waschmaschine für mehr als zwei Stunden die Wohnung, erlischt in der Regel der Versicherungsschutz im Falle eines Wasserschadens. Falls auch dritte Parteien von dem Wasserschaden betroffen sind, ist der Verursacher ihnen gegenüber zusätzlich schadenersatzpflichtig. Welche Versicherungsleistungen im Falle eines Wasserschadens in Anspruch genommen werden können, ist aber vom Einzelfall abhängig.

Einbruch – für was kommt die Hausratsversicherung wirklich auf?

symbolfoto-colourbox-einbruch_full_1

2014 war die Zahl der Einbrüche so hoch wie seit 16 Jahren nicht mehr. Vor allem im Winter schlagen die Eibrecher gerne zu und nehmen alles mit, was sie finden können. In diesem Fall bleibt dem Betroffenen nur noch die Hausratsversicherung. Sollte ein solcher Einbruch festgestellt werden, muss unmittelbar die Polizei gerufen werden, damit alles dokumentiert wird und später bei der Versicherung eingereicht werden kann.

Aber zunächst einmal sollte die Frage geklärt werden, was überhaupt alles zu einem Einbruchdiebstahl zählt und was nicht. Die Versicherung greift in den meisten Fällen nur, wenn der „Ort des Geschehens“ bestimmte Bedingungen erfüllt. Dazu gehört, dass sich der Dieb mit einem Werkzeug wie zum Beispiel einer Brechstange Zugang zur Wohnung verschafft hat. Aber auch wenn der Einbrecher über einen Wohnungsschlüssel verfügt, den er zuvor entwendet hat, muss die Versicherung das Eigentum ersetzen. Sollte der Schlüssel allerdings aufgrund des fahrlässigen Verhaltens entwendet worden sein, man also selbst die Schuld trägt, kann die Versicherung den Schadensersatz kürzen oder gar verweigern.

Einbruchsopfer müssen so schnell wie möglich eine Stehlgutliste aller entwendeten Gegenstände erstellen, wobei die genauen Diebesgüter mit Neuwert, Marke sowie anderen wichtigen Details anzugeben ist. Diese Liste muss auf jeden Fall beim Versicherer eingereicht werden. Auch Fotos oder Einkaufsbelege sind sehr nützlich, da so der Wert des Hausrates besser dokumentiert werden kann. Es empfiehlt sich daher, vorbeugend alle wertvollen Dinge durchzugehen und zu dokumentieren. Schwer zu beschreibende Gegenstände sollten fotografiert werden.

Durch den Abschluss einer Hausratsversicherung ist in der Regel der komplette Hausrat abgesichert. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um Möbel, Elektrogeräte oder Kleidung handelt. Auch für „banale“ Gegenstände wie Nahrungsmittel oder Bücher kommt die Versicherung auf. Auch Gegenstände, die im Keller, dem Speicher oder der Garage aufbewahrt wurden und bei dem Einbruch geklaut wurde, sind von der Versicherung abgedeckt.

Der Betroffene erhält im von der Versicherung bearbeiteten Schadensfall so viel Geld, dass ein gleichwertiger Gegenstand zu aktuellen Preisen neu erworben werden kann. Diesen Wert nennt man Wiederbeschaffungswert, ist aber nicht immer dem initialen Kaufpreis gleichzustellen. Auch Reparaturkosten um das beschädigt Inventar sowie kaputte Türen und Fenster werden übernommen. Darüber hinaus wird auch eine Wertminderung für beschädigte, aber noch uneingeschränkt nutzbare Gegenstände bezahlt.

Was tun, wenn das Handy geklaut wurde?

Handy-wird-aus-Tasche-gestohlen-1024x576-1d3ad60ed8e84799

Das Handy ist weg! Millionen von Menschen geht es jeden Tag so. Nur ein unachtsamer Moment im Café und das Handy liegt, anstatt auf dem Tisch, in einer fremden Tasche. Auch in überfüllten U-Bahnen ist es für Taschendiebe ein Kinderspiel das Handy unbemerkt zu entwenden.

Für den Eigentümer des geklauten Objektes ist das nicht nur ärgerlich, kann unter Umständen auch richtig teuer werden, vom möglichen Verlust aller persönlichen Daten ganz zu schweigen. Sofern das Smartphone nicht ausgeschaltet wurde, können die Diebe unbegrenzt Nachrichten schicken oder Telefonieren.

Nachdem das Handy verschwunden ist, sollte man sich schnellstens darum kümmern den Netzbetreiber zu kontaktieren und die SIM-Karte sperren zu lassen, indem man bei der extra eingerichteten Sperrhotline anruft. Um die SIM-Karte sperren zu lassen, wird allerdings die fünfstellige IMEI-Nummer des Handys benötigt. Diese ist im Originalkarton des Smartphones zu finden. Auch kann die Kombination *#06# in die Wählfunktion des Gerätes eingegeben werden, um sich so die benötigte Nummer anzeigen zu lassen. Diese sollte man am besten gemach haben solange das noch möglich ist, denn ist das Handy erst einmal weg, kann man diesen Weg vergessen.

hrend der Sperrbemühungen sollte immer mindestens ein Zeuge anwesend sein. Sperrungen sind grundsätzlich auch per Email oder per Fax möglich, wobei ein Anruf aber mit Sicherheit die schnellere Lösung ist. Zu beachten ist auch noch, dass nicht alle Mobilfunkanbieter die Sperrung der Karte kostenlos vornehmen.

Nachdem die Sperrung vollbracht und der erste Schock überwunden ist, sollte man auf jeden Fall Anzeige bei der Polizei erstatten. Dies ist nicht nur wichtig weil es das „+bliche Prozedere“ ist, sondern weil viele Mobilfunkanbieter eine Anzeige als Voraussetzung für die Haftbeschränkung der nach dem Diebstahl geführten Gespräche machen. Auch wenn beim kauf des Handys eine Versicherung abgeschlossen wurde, die Diebstahl abdeckt, ist eine Anzeige die Bedingung für die spätere Auszahlung. Die IMEI-Nummer des gestohlenen Smartphones wird von der Polizei als gestohlen vermerkt, wodurch eindeutig identifiziert werden kann, wenn das Handy wieder auftauchen sollte.

Nachdem das Handy nun gesperrt worden ist und der Diebstahl zur Anzeige gebracht wurde, kann versucht werden die Daten aus der Ferne zu löschen und gleichzeitig das Handy zu orten. Voraussetzung: das Gerät ist noch nicht ausgeschaltet und die SIM-Karte ist noch eingelegt. Android- als auch iPhones-Nutzer können sich auf der jeweiligen Seite mit ihren Zugangsdaten einloggen und das Smartphone orten, sperren oder gar alle Daten löschen lassen.

ACHTUNG: Wer gerne in exotische Länder fährt, sollte sich erkundigen, ob bei einem Anruf nach Deutschland auch die +49 als Ländervorwahl gilt. Aus Singapur zum Beispiel muss die +149 vorgewählt werden.

Schlüsseldienste – ärgerlich und teuer

1495503563-5da86f90-b933-4b69-bf95-eef03b71fa45-3qtfqcaPa7

Vielen ist es schon mal passiert: die Tür fällt hinter einem ins Schlüsselloch und der Schlüssel liegt aber noch in der Wohnung, man lässt den Schlüssel aus versehen im Schlüsselloch hängen und geht oder man verliert ihn. Entweder man bricht in Verzweiflung aus oder man behält einen kühlen Kopf und weiß was zu tun ist.

Schlüsseldienste sind meist mit hohen Rechnungen und Betrügern verbunden. Und dennoch kann man, wenn man folgende Ratschläge befolgt, hier und da ein wenig sparen.

Ist man sich sicher, dass man den Schlüssel in der Tür hat stecken lassen, empfiehlt es sich zunächst bei den Nachbarn zu klingeln und zu fragen, ob der Schlüssel eventuell gefunden wurde. Sollte dies nicht der Fall sein, kontaktiert man im besten Fall, insofern es eine gibt, die Hausverwaltung und erkundigt sich ob dort ein Zweitschlüssel hinterlegt ist. Aus gesetzlichen Gründend dürfte das nicht so sein; wenn doch, kann man einen Termin zur Abholung Schlüssels oder zum Öffnen der Türe vereinbaren. Gibt es keinen Zweitschlüssel kann man sich trotzdem fragen, ob die jeweilige Hausverwaltung einen Schlüsseldienst empfehlen kann oder gar eine Geschäftsverbindung hat.

Bringt das alles nichts und die Wohnungstür ist immer noch zu, sollte man spätestens jetzt im Internet nach Schlüsseldiensten in der Nähe der Wohnung suchen. Meistens werden Anfahrtsweg bzw. die Zeit dafür auch berechnet. Dank Webseiten auf denen man die Preise der Schlüsseldienste vergleichen kann, ist es kinderleicht den günstigsten Schlüsseldienst unweit der Wohnung zu finden.

Dabei ist es aber wichtig, sich für einen seriösen Schlüsseldienst zu entscheiden. Diese erkennt man daran, dass eine offizielle Geschäftsadresse und eine Internetadresse mit Impressum angegeben ist. Auf Schlüsseldienste, die nur eine Handynummer angeben oder damit werben, deutschlandweit präsent zu sein, sollte man verzichten. Letztere geben in der Regel sehr viel Geld für Werbung aus, damit sie in Telefonbüchern und in der Google-Suche als erstes angezeigt werden. Daher kommen auch die überhöhten Preise der Dienstleistung; das Geld, das für Werbung ausgegeben wird, wird durch die Kunden wieder reingeholt.

Stößt man doch auf eine Handynummer, sollte man die Person am anderen Ende der Leitung fragen, ob sie bitte die benötigte Gewerbeerlaubnis mitbringen kann. Denn in Deutschland ist es nur mit solch einem Dokument erlaubt diesen Service anzubieten. Die Wahl des Schlüsseldienstes muss gut überdacht sein; Betrüger sind hier keine Seltenheit. Außerdem gibt es schwarze Listen, die man einsehen kann.

Ist der seriöse Schlüsseldienst am Ort des Geschehens eingetroffen, wird er ein Öffnungsprotokoll schreiben, von dem man eine Durchschrift erhält. Hierbei wird unter anderem die Personalausweisnummer aufgeschrieben, um sich vor Betrügern, die sich als Wohnungsinhaber ausgeben, zu schützen. Nach vollbrachter Arbeit wird eine ausführliche Rechnung ausgestellt, worauf auch noch mal die Geschäftsadresse steht und die Einzelposten des Gesamtpreises aufgeführt sind.

Woraus besteht der Gesamtpreis einer Türöffnung?

Ein seriöser Schlüsseldienst wird darauf hinweisen, dass die Kosten für das Öffnen der Türe davon abhängen, ob die Tür nur zugefallen oder abgeschlossen ist.

  • Die Rechnung stellt sich aus folgenden Posten zusammen:

  • das Weggeld

  • das Öffnen der Türe

  • das neue Schloss plus Schlüsseldienst

  • die Montage

  • eventueller Feiertags- oder Nachtzuschlag

  • die ausgewiesene Umsatzsteuer

Ein letzter Tipp:

Wer eine Hausratsversicherung hat, kann in den Versicherungsunterlagen nachlesen ob die Versicherung möglicherweise einen Teil, der bei der Öffnung der Türe entstandenen Kosten, übernimmt. Hat man den Schlüssel zum Beispiel im Urlaub verloren, gilt das gleiche für die Reiseversicherung.