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Sicher im Netz bezahlen

Bezahlen im Internet

Von Sofortüberweisung, über Kreditkartenzahlung, bis hin zu Paypal. Die Bezahlmethoden im Internet haben sich im Laufe der Zeit verändert und und sind vor allem zahlreicher geworden. „Bar oder mit Karte?“, das ist wohl die einzige Frage, die man in normalen Geschäften beantworten muss. Im internet hingegen, ist die Auswahl inzwischen so groß, dass es beinahe kompliziert ist, sich für eine Methode zu entscheiden.

Bezahlung per…

Kreditkarte

Die Bezahlung per Kreditkarte ist im Internet weltweit verbreitet. Dennoch muss man bedenken, dass es in Deutschland, im Gegensatz zu Frankreich oder den USA, nicht unbedingt üblich ist, eine solche Karte zu besitzen. Das Prozedere ist kinderleicht, man gibt einfach Kreditinstitut, Name, Adresse, Kreditkartennummer, Gültigkeitsdatum sowie die Sicherheitsnummer (CVS) ein, et voilà, die Bezahlung kann erfolgen. Auch die Bezahlung ausländischer Dienstleister ist problemlos möglich.

Die Daten sollten unbedingt verschlüsselt übertragen werden. Dass dies der Fall ist, erkennen Sie am kleinen Schloss-Symbol unten im Browser. Meist wird dabei das so genannt SSL-Verfahren eingesetzt.

TIPP: Sofern die Bezahlung per Kreditkarte nicht mit einer Unterschrift bestätigt wurde, kann der späteren Abbuchung widersprochen und das Geld zurück gebucht werden.

elektronischem Lastschriftverfahren (ELV)

Beim Lastschriftverfahren erteilt der Käufer dem Verkäufer die Genehmigung, fällige Beträge vom Konto abzubuchen. Das Missbrauchsrisiko ist eher gering, da ungerechtfertigten Abbuchungen binnen einer bestimmten Frist widersprochen werden kann. Auf Seiten des Verkäufers besteht dagegen das Risiko, dass das Konto des Kunden nicht gedeckt ist.

Das Lastschriftverfahren wird in der Regel nur im innerdeutschen Geschäftsverkehr angeboten. Für kleine Geldbeträge ist diese Methode allerdings eher ungeeignet, da eine Unterschrift für die Einzugsermäßigung notwendig ist, und somit ein zusätzlicher Schriftverkehr erforderlich ist.

per Rechnung

Diese Methode ist für den Kunden mit Abstand am sichersten. Einige deutsche Versandgeschäfte bieten auch im Onlinegeschäft die Bezahlung per Rechnung an. Für den Kunden ist dies der sicherste Zahlungsweg. Er überweist nach Erhalt der Ware den fällig Betrag auf das ihm genannte Konto. Das Risiko liegt vor allem beim Anbieter. Er muss damit rechnen, dass auch Kunden diesen Service nutzen, obwohl sie nicht das Geld haben, später zu bezahlen. Meist ist deshalb auch die Kaufsumme beschränkt.

Vorkasse

Diese Methode ist das Gegenstück zur Bezahlung auf Rechnung. In diesem Fall geht nicht der Händler, sondern der Käufer in Vorkasse. Riskant hierbei ist, dass das bereits überwiesene Geld nicht ohne Weitere zurückgebucht werden kann. Allerdings gibt es auch kleine Händler, die notgedrungen nur Vorkasse anbieten, weil sie zum Beispiel auf Bestellung fertigen und sich so absichern müssen. Darauf einlassen sollten Sie sich aber nur bei eindeutig vertrauenswürdigen Händlern.

Nachname

Früher weit verbreitet, heute fast ausgestorben. Ähnlich wie beim Kauf auf Rechnung zahlen die Kunden hier erst bei Lieferung. Das Geld wird hierbei direkt an den Postboten übergeben. Viel sicherer als andere Methoden ist das Zahlen per Nachnahme außerdem nur scheinbar, denn überprüfen, ob die Ware tatsächlich im Paket und unbeschädigt ist, können Sie in der Regel erst nach der Bezahlung

Paypal

Paypal gehört zum Internetauktionshaus eBay und ist weltweit der größte Anbieter von Internet Zahlungssystemen. Das amerikanische Unternehmen schaltet sich als Drittanbieter zwischen Händler und Bank, nachdem sich der Verbraucher bei Paypal registriert hat. Dabei wird das Girokonto oder die Kreditkarte mit dem Paypal-Konto verbunden und später dann eine E-Mail-Adresse beim Bezahlen als Kontonummer genutzt. Wer keine Kreditkarte besitzt, kann Paypal in begrenztem Umfang ebenfalls nutzen, muss allerdings zunächst Geld auf sein Paypal-Konto überweisen. Danach kann ohne Probleme weltweit Geld verschickt oder empfangen werden.

Das Konto an sich ist kostenlos, beim Geldeingang wird allerdings eine Gebühr fällig.

Firstgate

Das Internetbezahlungssystem Firstgate ist eines der etabliertesten auf dem Markt. Nach einmaliger Anmeldung bei Firstgate kann man fortan bei den angeschlossenen Anbietern quasi per Knopfdruck bezahlen. Dabei werden allerdings geringe Gebühren fällig.

Weihnachtsgeschenke pünktlich zur Bescherung

Weihnachtsgeschenke pünktlich zur Bescherung

Wer kennt das nicht, die Weihnachtsvorbereitungen laufen auf Hochtouren, doch die Geschenke sind noch immer nicht alle verschickt. Je nachdem welches Paketunternehmen man gewählt hat, sollte man bestimmte Stichdaten einhalten, damit die Ware auch pünktlich zur Bescherung unterm Weihnachtsbaum liegt. Auch Preise und Versicherung variieren von Unternehmen zu Unternehmen.

Deutschland

Wer in Deutschland lebenden Freunden oder Verwandten ein Weihnachtsgeschenk per Post schicken möchte, sollte sich spätestens Ende der 52. Kalenderwoche beziehungsweise Anfang der 51. Kalenderwoche auf den Weg machen. Bei DPD, UPS und GLS ist der Einlieferungsstichtag Mittwoch, der 21. Dezember. Auch Hermes rät seinen Kunden ihre Päckchen spätestens am 21. Dezember abzuschicken, damit sie pünktlich ankommen. DHL verspricht die Päckchen noch pünktlich zuzustellen, wenn diese bis zum Vortag, 23. Dezember, um 10 Uhr in einer POSTBANK-Filiale eingeliefert oder bis 22. Dezember um 18 Uhr in einer Partner-Filiale, einem DHL Paketshop oder einer Packstation aufgegeben wurde.

Dennoch sollte man nicht unbedingt alles auf den letzten Drücker versenden. Die Paketdienste haben zur Weihnachtszeit alle Hände voll zu tun und stellen zwei- bis dreimal so viele Sendungen zu wie im Rest des Jahres. Und auch die unvorhersehbare Wetterlage birgt ein Restrisiko.

Europäisches Ausland

Wer seine Geschenke ins andere EU-Länder verschicken möchte sollte sich schon etwas mehr mit dem Aufgeben der Päckchen beeilen. Bei Hermes müssen diese bereits am Donnerstag, den 15. Dezember eingeliefert werden. Für eine Sendung in die Nachbarländer empfiehlt DHL den 17. Dezember, für das restliche europäische Ausland gilt schon der 16. Dezember. Auch GLS und DPD geben den 17. Dezember als letztes Einlieferungsdatum an. Nur UPS verspricht die Pakete, die bis zum 22. Dezember aufgegeben wurden, noch rechtzeitig zum Fest zuzustellen.

Außerhalb Europas

Für Sendungen außerhalb Europas sollte man seine Geschenke am besten bis zum 10. Dezember in der jeweiligen Filiale eingeliefert werden. Nur DHL rät das Päckchen bis zum 5. Dezember versendet zu haben.

Preise

Auch preislich gesehen gibt es Unterschiede. Während Marktführer DHL für ein Paket nach Großbritannien 16,99€ verlangt, bietet Hermes den selben Service für 13,90€ an. Bei DPD sind es rund 15,60€ und bei GLS 15,40€. Nur Ups fällt hierbei mit seinen 29,94€ pro Paket deutlich aus dem Rahmen.

Für den innerdeutschen Versand zahlt man bei DHL bei einem Fünf-Kilo-Paket 6,99€, Hermes und DPD verlangen 4,50€ und GLS 4,10€. Auch hier ist UPS mit seinen 9,95€ wieder am teuersten, wobei man wissen sollte, dass das Unternehmen nicht auf Privatkunden fokussiert ist.

Entgelt für Plastiktüten

Plastiktüte

Pro Kopf verbraucht ein deutscher Bürger jährlich rund 115 Plastiktüten. Allein in der EU werden jedes Jahr 100 Milliarden Tüten verbraucht. Erschreckende Zahlen, zumal diese Tüten meist auf Mülldeponien, in Gewässern oder in Wäldern enden.

Seit dem 1. Juli 2016 bekommt man in Deutschland keine Gratis-Plastiktüten bei seinem Einkauf mehr dazu. Manche Läden und Supermärkte haben sie sogar ganz abgeschafft. Ziel dessen ist es, den Verbrauch von Plastiktüten bis 2019 zu halbieren und bis 2025 auf nur noch ein Fünftel zu senken.

Eine herkömmliche Plastiktüte wiegt um die 20 Gramm und besteht aus Erdöl sowie Kunststoff. Letzteres ist chemisch sehr stabil und zerfällt daher nach und nach bis nur noch Mikropartikel übrig bleiben. Vollständig abgebaut werden diese Partikel allerdings niemals. Gelangt eine Plastiktüte ins Meer, dauert es bis zu 450 Jahre, bis dass sie komplett zerfallen ist. Langzeitschäden für Natur und Mensch sind noch nicht vollständig abschätzbar.

In Deutschland gibt es bislang keine gesetzliche Regelung, die den Händlern verbietet, ihre Plastiktüten umsonst herauszugeben. Eine Selbstverpflichtung für Händler soll dazu führen, dass die Ziele der EU-Richtlinien erreicht werden. Die vorerst 240 Unternehmen, die daran teilnehmen, haben sich dazu verpflichtet. Plastiktüten nicht mehr kostenlos an ihre Kunden abzugeben sondern ein Entgelt zu erheben. Der Betrag hierfür ist jedem Unternehmen selber überlassen. Dünnere Plastiktüten wie etwa für Gemüse und Obst sind von dieser Regelung allerdings nicht betroffen.

Einige Textil- und Handelsunternehmen haben sich gegen ein Entgelt für Plastiktüten entschieden, da sie eine Wettbewerbsverzerrung fürchten und Angst haben dadurch Kunden zu verlieren.

Recht auf Umtausch und Rückgabe?

Rueckgaberecht

Ist Ihnen in letzter Zeit auch mal wieder ein Fehlkauf in die Einkaufstasche gerutscht? Oder haben Sie einen Fehler an dem neuen Kleidungsstück entdeckt? Dann können Sie versuchen die Ware umzutauschen oder zurückzugeben. Da es in Deutschland aber kein Gesetz gibt, dass den Händler dazu verpflichtet, verkaufte Ware zurückzunehmen, sollten Sie sich unbedingt vorher in dem jeweiligen Geschäft über die Bedingungen der Rückgabe oder des Umtauschs informieren.

Grundsätzlich ist jeder an einen einmal abgeschlossenen Kaufvertrag gebunden. Trotzdem bieten die meisten Händler die Möglichkeit des Umtauschs an.

Recht auf Umtausch im Ladengeschäft

Grundsätzlich gilt, dass Kleidungsstücke und andere Waren nicht vom Verkäufer umgetauscht werden müssen. Ausnahme: Die Artikel waren bereits beim Kauf beschädigt oder anderweitig fehlerhaft und der Käufer bemerkt dies erst nach dem Einkauf. Dann hat der Käufer in jedem Fall die gesetzlichen Gewährleistungs- und Garantierechte. Aber was ist mit klassischen Fehlkäufen? Sind Geschäfte auch dazu verpflichtet völlig intakte Artikel zurückzunehmen? Rein rechtlich, nein. Dieser Service, der in vielen Geschäften übrig ist, basiert einzig und allein auf der Kulanz des jeweiligen Händlers. Im Normalfall steht auf dem Kassenbeleg, ob und in welchem Zeitraum Ihr Umtauschrecht verfällt.

Recht auf Umtausch im Online-Shop

Sollten Sie vorhaben, die Ware, die Sie im Internet bestellt haben, zurückzuschicken, gelten fast noch großzügigere. Im Gegensatz zum Geschäft um die Ecke, sind Sie bei einem Umtausch im Internet nicht auf die Kulanz des Verkäufers angewiesen. Wer im Internet einkauft, hat per se ein gesetzliches Rückgaberecht. In einem Zeitraum von zwei Wochen kann die Ware mit beigelegtem Widerruf zurückgeschickt werden. Dabei müssen Sie auch keine Gründe für Ihre Entscheidung angeben, auch wenn viele Versandhäuser und Online-Shops entsprechende Formulare für den Fall eines Umtausches mitschicken. Auch Waren, die über das Telefon gekauft wurden, fallen unter dieses Widerrufsrecht.

Ganz von Umtauschrecht und Rückgaberecht ausgeschlossen sind verderbliche Lebensmittel sowie Maßanfertigungen. Audio-Videoprodukte wie CDs, Computer und Videospiele können ebenfalls nicht mehr umgetauscht werden. 

Rückgabe gegen Geld

Besonders Versandhäuser greifen auf diese Art von Umtausch zurück. Und auch für den Käufer ist das die komfortabelste Methode. Hierbei kann das jeweilige Kleidungsstück ohne Angabe von Gründen zurückgegeben werden. Im Geschäft wird einem das Geld direkt ausgehändigt oder zurücküberwiesen. Bei einem Versandhandel muss der Käufer darauf achten, die Rücksendefrist nicht zu verpassen. Diese beträgt normalerweise zwischen einer Woche und 14 Tagen. Wurde die Frist überschritten, ist eine Rückgabe wegen Nichtgefallen nicht mehr möglich.

Rückgabe gegen Warengutschein

Bei der zweiten Möglichkeit werden Sie zwar Ihren unerwünschten Fehlkauf wieder los, kriegen aber Ihr Geld nicht wieder, sondern nur einen Wertgutschein, den Sie meist innerhalb einer bestimmten Frist beim Verkäufer einlösen müssen. Sie sind also gezwungen, bei ihm für das einmal ausgegebene Geld bald etwas anderes einzukaufen. Notfalls müssen Sie aufzahlen, um etwas zu bekommen, was Ihren Vorstellungen tatsächlich entspricht.

Umtausch

Bei der dritte und letzte Möglichkeit gibt Ihnen noch weniger Spielraum. Der Händler räumt Ihnen nur das Recht ein, den gekauften Gegenstand gegen einen gleichen mit anderer Farbe oder leicht geänderter Ausstattung o.ä. einzutauschen. Hier haben Sie nicht einmal die Möglichkeit, im gleichen Kaufhaus von der Haushaltsabteilung in die Modeabteilung überzuwechseln sondern müssen sich daran festhalten lassen, dass Sie ein Geschirrset des Typs “chinese red” gekauft haben und nur ein Umtausch in “chinese blue” oder “chinese violett” möglich ist.

Bitte erkundigen Sie sich vor dem Kauf jeweils genau, welche Bedingungen der Händler für den Umtausch vorschreibt, sonst gibt es nach Weihnachten unter Umständen ein böses Erwachen!

Wie erkenne ich unseriöse Online-Shops?

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Bei der Online-Jagd kann nach Schnäppchen kann es schnell mal passieren, dass man auf der Webseite eines unseriösen Online-Versandhauses landet. Diese sind meistens aber so perfekt aufgebaut beziehungsweise echten Webseiten nachgeahmt, dass die Echtheit für einen Laien nicht gleich auf den ersten Blick erkennbar ist. Zum Ärger der Kunden verschicken solche Shops oft minderwertige Ware oder verlangen eine Vorauszahlung und versenden den bestellten Artikel gar nicht. Letzteres wird häufig mit Lieferproblemen begründet, falls überhaupt eine Rückmeldung kommt.

Die Betreiber dieser Online-Shops sind in der Regel schwer ausfindig zu machen, weswegen es schwierig ist, sein Geld wiederzubekommen. Oft sitzen diese nämlich im Ausland, was die Strafverfolgung deutlich erschwert.

Seien Sie wachsam und befolgen Sie folgende Tipps, um in Zukunft besser erkennen zu können, welchem Shop Sie trauen können und welchem nicht.

Kontakt

Ein unseriöser Online-Shop bietet in der Regel kaum Kontaktmöglichkeiten und auch die Unternehmeridentität ist unklar.

Impressum

Unseriöse Online-Shops verwenden ein gefälschtes Impressum. Dieses ist in dem Fall unvollständig und manchmal sogar gar nicht vorhanden.

URL

Versichern Sie sich als ersten, dass die URL-Adresse mit dem Namen des Shops übereinstimmt beziehungsweise ob es sich um die übliche URL handelt.

Außerdem fehlt in der Adresszeile des Browsers in der Regel das „https://“-Kürzel mit Vorhängeschloss, welches die meisten „echten“ Online-Versandhäuser haben.

Zahlungsmöglichkeiten

Fake-Shops bieten häufig mehrere Zahlungsmöglichkeiten an, wobei meistens nur Vorauskasse und Direktüberweisung funktionieren.

Kundenbewertungen

Sollten Sie sich nicht zu hundert Prozent sichern sein, suchen Sie im Internet nach Kundenbewertungen für diesen Online-Shop. Gibt es auf der Webseite selber auch eine Kundenbewertungsfunktion, fallen die Meinungen meist sehr positiv aus.

Bestellbestätigung

Auch die Bestellbestätigung unterscheidet sich sehr von der eines echten Online-Handels. Die geschriebenen Informationen sind unvollständig und ungenügend.

Realistische Preise & Produktvielfalt

Oft sind die Angebote märchenhaft günstig und unterbieten Ihre Wettbewerber um Längen. Eine Auswahl von wahllos ausgewählten einzelnen Artikeln, sollte auch skeptisch machen.

Fake-Shop-Listen

Auf speziellen Webseiten sind die gängigsten Betrüger-Shop gelistet. Hier lohnt es sich auf jeden Fall mal vorbeizuschauen.

Browsererweiterung

Auch technische Helfen können Sie vor unseriösen Versandshops warnen. Installieren zusätzlich zu Ihrem Browser eine Browsererweiterung, die auf eine große Datenbank zugreift und mit einer Ampel die jeweilige Surfsicherheit signalisiert.

Zu guter Letzt: Benutzen Sie für jede Webseite ein anderes Passwort. Sollten Sie doch einmal bei einem unseriösen Anbieter bestellen, können die Betrüger nicht auf ein anderes Konto bei eine anderen Online-Shop zugreifen.

Einkaufen im Urlaub – Reisefreimengen außerhalb der EU I

Einkaufen im Urlaub – Richtmengen innerhalb der EU

Sollten Sie am Ende Ihrer Ferien aus einem Nicht-EU-Land, einem Sondergebiet oder von der Insel Helgoland nach Deutschland zurückkommen, sollten Sie sich an bestimmte Voraussetzungen und Mengen- bzw. Wertgrenzen halten, um Ihre Mitbringsel abgabenfrei einführen zu können.

Die zwei Hauptvoraussetzungen sind:

1. Der Reisende führt die betreffenden Waren persönlich mit sich

Das bedeutet, dass wenn die Ware auf dem selben Beförderungsweg wie der des Reisenden nach- oder vorgeschickt gilt sie als mitgeführt. Wird das zum Beispiel das Reisegepäck auf einem anderen Weg oder gar per Post verschickt, gilt es nicht als mitgeführt.

2. Die betreffenden Waren sind für den Eigenverbraucht bestimmt

Die mitgeführten Waren dürfen ausschließlich zum persönlichen Gebrauch oder Verbrauch des Reisenden selber, seiner engen Angehörigen oder als Geschenk dienen. Ein Nachweis dafür, wie zum Beispiel ein Kassenbeleg, empfiehlt sich.

Achten Sie darauf, dass nur Personen, die mindestens 17 Jahre alt sind Alkohol und Tabak in die EU einführen dürfen.

Mengengrenzen von Tabakwaren

Zigaretten -> 200 Stück pro Person

Zigarillos -> 100 Stück pro Person

Zigarren -> 50 Stück pro Person

Rauchtabak -> 250 Gramm pro Person

Mengengrenzen von alkoholhaltigen Getränken

Spirituosen mehr als 22% vol -> 1 Liter pro Person

Alkoholhaltige Getränke mit bis zu 22% vol -> 2 Liter pro Person

Nicht schäumende Weine -> 4 Liter pro Person

Bier -> 16 Liter pro Person

Mengengrenzen von Arzneimitteln

Der Reisende ist befugt die dem persönlichen Bedarf entsprechende Menge mitzuführen.

Mengengrenzen von Kraftstoff

Abgesehen von der im Hauptbehälter befindliche Menge des jeweiligen Motorfahrzeuges ist es erlaubt, 10 Liter in einem tragbaren Behälter mitzuführen.

Besonderheiten zu den Mengengrenzen

Achten Sie darauf, dass für Personen wie zum Beispiel Bewohner grenznaher Gemeinden, Grenzpendler, Schiffs- oder Flugpersonal sowie Reisebusfahrer nur eingeschränkte Mengen mit sich führen dürfen.

  • Um zu prüfen, ob die erlaubte Wertgrenze eingehalten oder überschritten wurde, wird der Warenwert mit der ausländischen Umsatzsteuer berechnet.
  • Wertgrenzen von mehreren Personen können nicht addiert werden.
  • Reisefreimengen können während jeder Reise nur einmal in Anspruch genommen werden.

Einkaufen im Urlaub – Reisefreimengen innerhalb der EU

Einkaufen im Urlaub – Richtmengen innerhalb der EU

Kann man den Wein aus dem Urlaubsland ohne Probleme mit nach Hause bringen? Und was ist eigentlich mit Tabakwaren, Medikamenten und Bargeld? Reisemitbringsel wie Zigaretten und Alkohol, aber auch tierische Produkte wie Käse und Leder-Kleidung können am Zoll Probleme bereiten. Hier erfahren Sie, worauf Sie innerhalb und außerhalb der EU achten müssen.

Reisen Sie durch die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, gibt es so gut wie keine beziehungsweise nur geringe Einschränkungen. Dank des Grundgesetztes der EU „Recht auf Freizügigkeit“ kann fast alles über die Grenze mitgeführt werden, insofern es für den Eigenbedarf bestimmt ist.

Allgemeine Richtmengen

Einige Ausnahmen und Mengengrenzen gibt es aber dennoch:

Alkohol und Tabak werden beim Zoll als sogenannte „Genussmittel“ geführt. Deshalb sind die Regelungen was die Freimenge angeht begrenzt. Alle mitgeführten Packungen sollten mit Steuerzeichen und Angaben zum Nikotin- und Teegehalt versehen sein.

Zigaretten -> 800 Stück pro Person

Zigarillos -> 400 Stück pro Person

Zigarren -> 200 Stück pro Person

Rauchtabak -> 1 Kilogramm pro Person

Hinweis

Bis zum 31.Dezember 2017 dürfen Zigaretten, die für den Eigenbedarf in den Ländern Kroatien, Lettland, Litauen, Ungarn, Rumänien oder Bulgarien erworben wurden, nur bis zu einer Menge von 200 Stück pro Person steuerfrei mitgeführt werden.

Spirituosen (z.B. Weinbrand, Whisky, Wodka, Rum) -> 10 Liter pro Person

Alkoholhaltige Süßgetränke (z.B. Alkopops) -> 10 Liter pro Person

Zwischenerzeugnisse (z.B. Sherry, Portwein, Marsala) -> 20 Liter pro Person

Schaumwein -> 60 Liter pro Person

Bier -> 110 Liter pro Person

Für Wein, der für den Eigenbedarf aus anderen EU-Ländern nach Deutschland eingeführt wird, gibt es keine Richtmengen.

Auch Kaffee und kaffeehaltige Waren unterliegen in Deutschland einer Richtmenge. Hierbei gilt: pro Person dürfen jeweils 10 Kilogramm Kaffe und 10 Kilogramm kaffeehaltige Waren aus anderen EU-Mitgliedsländern nach Deutschland mitgebracht werden.

Sollten die mitgeführten Waren die Richtmengen überschreiten, besteht die Vermutung, dass sie für einen gewerblichen Zweck erworben worden sind. Versuchen Sie deshalb nachzuweisen, dass alles was Sie mitführen für private Zwecke bestimmt ist. muss man sich um die korrekte Versteuerung kümmern.

Alle angegebenen Richtlinien gelten nur, wenn die eingeführten Waren von Privatpersonen persönlich von einem EU-Land in ein anderes befördert wurden. Die Genussmittel müssen bereits in dem betreffenden Mitgliedstaat versteuert worden sein und auf üblichem Wege zu erwerben sein.

Reisen innerhalb der EU durch Nicht-Eu-Länder

Sollten Sie bei Ihrer Reise innerhalb der EU ein Nicht-EU-Land wie zum Beispiel die Schweiz durchqueren, informieren Sie sich frühzeitig, dass im Nicht-EU-Land gegebenenfalls geringere Freimengen oder abweichende nationale Regelungen gelten können, die Sie zu beachten haben. Bei der Einreise zurück nach Deutschland können Sie Ihre erworbenen Genussmittel im Rahmen der zuvor genannten Richtmengen steuerfrei eingeführt werden, insofern Sie auch nachweisen können, dass diese Waren aus dem freien Verkehr der EU stammen. Dies ist zum Beispiel durch die Vorlage eines Kassenbelegs möglich. Achten Sie auch darauf, dass es Gebiete gibt, die zwar zum Staatsgebiet anderer EU-Mitgliedsstaaten sind, jedoch nicht zum Zollgebiet der Eu angehören.