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Weihnachtsgeschenke pünktlich zur Bescherung

Weihnachtsgeschenke pünktlich zur Bescherung

Wer kennt das nicht, die Weihnachtsvorbereitungen laufen auf Hochtouren, doch die Geschenke sind noch immer nicht alle verschickt. Je nachdem welches Paketunternehmen man gewählt hat, sollte man bestimmte Stichdaten einhalten, damit die Ware auch pünktlich zur Bescherung unterm Weihnachtsbaum liegt. Auch Preise und Versicherung variieren von Unternehmen zu Unternehmen.

Deutschland

Wer in Deutschland lebenden Freunden oder Verwandten ein Weihnachtsgeschenk per Post schicken möchte, sollte sich spätestens Ende der 52. Kalenderwoche beziehungsweise Anfang der 51. Kalenderwoche auf den Weg machen. Bei DPD, UPS und GLS ist der Einlieferungsstichtag Mittwoch, der 21. Dezember. Auch Hermes rät seinen Kunden ihre Päckchen spätestens am 21. Dezember abzuschicken, damit sie pünktlich ankommen. DHL verspricht die Päckchen noch pünktlich zuzustellen, wenn diese bis zum Vortag, 23. Dezember, um 10 Uhr in einer POSTBANK-Filiale eingeliefert oder bis 22. Dezember um 18 Uhr in einer Partner-Filiale, einem DHL Paketshop oder einer Packstation aufgegeben wurde.

Dennoch sollte man nicht unbedingt alles auf den letzten Drücker versenden. Die Paketdienste haben zur Weihnachtszeit alle Hände voll zu tun und stellen zwei- bis dreimal so viele Sendungen zu wie im Rest des Jahres. Und auch die unvorhersehbare Wetterlage birgt ein Restrisiko.

Europäisches Ausland

Wer seine Geschenke ins andere EU-Länder verschicken möchte sollte sich schon etwas mehr mit dem Aufgeben der Päckchen beeilen. Bei Hermes müssen diese bereits am Donnerstag, den 15. Dezember eingeliefert werden. Für eine Sendung in die Nachbarländer empfiehlt DHL den 17. Dezember, für das restliche europäische Ausland gilt schon der 16. Dezember. Auch GLS und DPD geben den 17. Dezember als letztes Einlieferungsdatum an. Nur UPS verspricht die Pakete, die bis zum 22. Dezember aufgegeben wurden, noch rechtzeitig zum Fest zuzustellen.

Außerhalb Europas

Für Sendungen außerhalb Europas sollte man seine Geschenke am besten bis zum 10. Dezember in der jeweiligen Filiale eingeliefert werden. Nur DHL rät das Päckchen bis zum 5. Dezember versendet zu haben.

Preise

Auch preislich gesehen gibt es Unterschiede. Während Marktführer DHL für ein Paket nach Großbritannien 16,99€ verlangt, bietet Hermes den selben Service für 13,90€ an. Bei DPD sind es rund 15,60€ und bei GLS 15,40€. Nur Ups fällt hierbei mit seinen 29,94€ pro Paket deutlich aus dem Rahmen.

Für den innerdeutschen Versand zahlt man bei DHL bei einem Fünf-Kilo-Paket 6,99€, Hermes und DPD verlangen 4,50€ und GLS 4,10€. Auch hier ist UPS mit seinen 9,95€ wieder am teuersten, wobei man wissen sollte, dass das Unternehmen nicht auf Privatkunden fokussiert ist.

Gewährleistung und Garantie beim Kauf eines Produktes

Endlich ist das Paket da! Damit Kunden zur richtigen Zeit zu Hause sind, können sie sich benachrichtigen lassen. Foto: Wolfgang Kluge

Gewährleistung und Garantie beim Kauf eines Produktes

Bei der Frage nach dem Unterschied zwischen einer Garantie und einer Gewährleistung sind die meisten Menschen wohl überfragt. Meistens werden gekaufte Artikel zurückgeschickt weil man sie doch nicht möchte, die falsche Größe bestellt hat oder sie defekt sind. Hierbei treten weder Gewährleistung noch Garantie in Kraft. Eine solche Rücksendung läuft in der Regel über die Versicherungspolice des Verkäufers.

Die Verbraucherrechte-Richtlinie gibt vor, dass jedes Produkt gebrauchstauglich sein muss und die Qualität zufriedenstellend ist. Ausserdem darf das jeweilige Produkt nicht von der Produktbeschreibung abweichen. Sollte Ihr bestelltes Kleid also mir einem Loch oder in einer anderen Farbe als bestellt, geliefert werden, haben Sie die Möglichkeit auf die Verbraucherrechte zurückzugreifen.

Aber was ist denn nun der Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie?

Garantie

Eine Garantie ist eine freiwillig und vor allem frei gestaltbare Dienstleistung Seitens des Händlers oder des Herstellers, die zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistung gegenüber dem Kunden angeboten wird. Damit gehen Haltbarkeits- oder Funktionsversprechen einher.

Die Garantiezusage bezieht sich meist auf die Funktionsfähigkeit eines Gerätes (sehr selten auch nur auf bestimmte Teile eines Gerätes) innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Der Zustand der Ware zum Zeitpunkt der Übergabe an den Kunden spielt bei einer Garantie keine Rolle, da die Funktionsfähigkeit für den Zeitraum garantiert ist.

In keinem Fall darf eine Garantiezusage die gesetzliche Gewährleistung von 24 Monaten verringern oder gar ersetzen. Diese findet nämlich immer nur neben oder zusätzlich der gesetzlichen Gewährleistung Anwendung.

Gewährleistung

Eine Gewährleistung beschreibt die Rechtsfolgen und gesetzlichen Ansprüche. Hat der Verkäufer mangelhafte oder defekte Ware geliefert, steht dem Käufer im Rahmen des Kaufvertrages eine Gewährleistung zu.

In diesem Fall muss der Verkäufer gewährleisten, dass die verkaufte Ware frei von jeglichen Sach- und Rechtsmängeln ist. Deswegen haftet der Verkäufer für alle Art von Mängeln, die schon zum Zeitpunkt des Verkaufs bestanden haben. Dies gilt auch für Mängel, die erst später bemerkbar werden.

Zum Wohlwollen des Käufers wird innerhalb der ersten 6 Monate nach Übergabe davon ausgegangen, dass die besagt Ware bereits zum Lieferzeitpunkt mangelhaft bzw. defekt war. Sollte der Verkäufer allerdings nachweisen können, dass der Mangel zum Zeitpunkt der Lieferung noch nicht bestand, greift die Gewährleitung nicht. Fällt dem Verbraucher der Mangel erst nach mehr als 6 Monaten auf, ändert sich die Beweislast. Jetzt muss erst einmal bewiesen werden, dass die Ware schon vor der Lieferung fehlerhaft war.

Bei mangelhafter Ware stehen dem Käufer folgende gesetzliche Recht zu:

  • Anspruch auf Nacherfüllung (§ 439 BGB),

  • Rücktrittsrecht (§ 440; § 323; § 326 Abs. 5 BGB und die dort genannten Vorschriften),

  • Minderung (§ 441 BGB),

  • Anspruch auf Schadensersatz (§ 437 Nr. 3 BGB und die dort genannten Vorschriften).

Vorrangiges Recht ist hierbei die Nacherfüllung. Diese ist einerseits durch die Lieferung einer neuen Sache (Austausch) oder durch die Beseitigung des Mangels (z.B. Reparatur) möglich und wird grundsätzlich von Käufer, und nicht vom Verkäufer bestimmt.

Grob gesehen kann man also festhalten, dass Gewährleistung Sache des Händlers, und Garantie Sache des Herstellers ist. Der Händler ist also gesetzlich zu einer Gewährleistung verpflichtet, wobei der Hersteller frei darüber entscheiden kann, ob er für seine Produkte garantieren wird.

Was tun, wenn die Lieferung nicht zugestellt wird?

Ware kommt nicht an

Wenn Sie etwas im Internet, einem Katalog oder über das Telefon bestellt haben, das Päckchen aber nicht ankommt, haben Sie das Recht auf einen Ersatz oder sogar auf Rückerstattung des Kaufbetrages.

Das Erste was Sie hierfür tun müssen, ist das eigentliche Zustellungsdatum sowie eventuelle Informationen über die Sendungsverfolgung herauszufinden. Sollte der voraussichtliche Zustellungstermin innerhalb von sieben Tagen nach Bestellungsdatum liegen, Sie am achten Tag allerdings noch immer nichts erhalten haben, ist es vernünftig noch etwas abzuwarten, da es innerhalb des Zustellers kurzfristig zu Problemen oder Verzögerungen kommen kann.

Sollten Sie eine gültige Sendungsverfolgungsnummer haben (diese bekommt man in der Regel nach Bestellung per Email oder über seinen Online-Account mitgeteilt), können Sie überprüfen bei welcher Etappe Ihr Paket gerade ist und ob es sich doch nur um eine Verzögerung des Lieferdatums handelt.

Wenn Sie schon mehrere Tage länger als geplant auf die Päckchen warten und sie keine Sendungsverfolgungsnummer haben oder Ihnen der Status „Lieferung abgeschlossen“ angezeigt wird, ist es höchste Zeit den Verkäufer zu kontaktieren. Seriöse und bekannte Onlineshops und Versandhäuser haben in der Regel immer einen Kundenservice und meistens sogar eine Alternative zur kostenpflichtigen Hotline.

Erklären Sie dem zuständigen Mitarbeiter Ihr Problem und bitten Sie ihn darum, die Ware noch einmal zu versenden. Sollte Ihnen mitgeteilt werden, dass Ihre Bestellung bei einem Nachbarn abgegeben wurde, sei es im selben Haus oder in der etwas weiteren Nachbarschaft, liegt die Verantwortung immer noch beim Verkäufer. Dieser muss versuchen die Situation zu berichtigen.

Ist Ihr Paket auch 30 Tage nach Bestellung noch nicht bei Ihnen eingetroffen, sind Sie dazu berechtigt Ihr Geld zurückzuverlangen. In den meisten Fällen werden Sie aber schon früher entschädigt.

Wenn es die Schuld des Paketunternehmens ist, liegt die Verantwortung immer noch auf Seitens des Verkäufers und er muss sich um einen Ersatz oder die Rückerstattung des Geldes kümmern. Auf Auktionsseiten wie eBay ist es üblich, dass Sie der Verkäufer darum bittet so lange zu warten, bis er selber vom Paketdienst entschädigt wurde. Auch wenn Sie aus Höflichkeit dieser Bitte nachgehen, sind Sie rechtlich nicht dazu verpflichtet und können sich direkt an eBay oder auch Paypal wenden.

Sollte der Verkäufer beim jeweiligen Paketunternehmen Beschwerde eingereicht haben, werden Sie benachrichtigt und der Verlust des Pakets überprüft. Daraufhin kann dann eine Entschädigung erfolgen.

Noch immer keine Lieferung oder Entschädigung bekommen?

Wenn Sie, aus welchem Grund auch immer, noch keine Entschädigung oder einen Ersatz bekommen haben, sollten Sie sich an Ihre Bank oder Ihr jeweiliges Kreditkartenunternehmen wenden, um Ihr Geld zurückzufordern. Hierzu sollten Sie Ihrer Bank Beweismittel wie z.B. Emailauszüge zukommen lassen.

Ähnlich läuft das Prozedere mit Paypal ab. Länger als 180 Tage sollten Sie allerdings nicht warten.

Wie man sieht, ist die Lage bei einem verloren gegangenen Päckchen doch nicht so schlimm wie erwartet. Sollten Sie in nächster Zeit in eine ähnliche Situation geraten, wissen Sie jetzt wenigstens wie Sie am besten handeln.