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Sicher im Netz bezahlen

Bezahlen im Internet

Von Sofortüberweisung, über Kreditkartenzahlung, bis hin zu Paypal. Die Bezahlmethoden im Internet haben sich im Laufe der Zeit verändert und und sind vor allem zahlreicher geworden. „Bar oder mit Karte?“, das ist wohl die einzige Frage, die man in normalen Geschäften beantworten muss. Im internet hingegen, ist die Auswahl inzwischen so groß, dass es beinahe kompliziert ist, sich für eine Methode zu entscheiden.

Bezahlung per…

Kreditkarte

Die Bezahlung per Kreditkarte ist im Internet weltweit verbreitet. Dennoch muss man bedenken, dass es in Deutschland, im Gegensatz zu Frankreich oder den USA, nicht unbedingt üblich ist, eine solche Karte zu besitzen. Das Prozedere ist kinderleicht, man gibt einfach Kreditinstitut, Name, Adresse, Kreditkartennummer, Gültigkeitsdatum sowie die Sicherheitsnummer (CVS) ein, et voilà, die Bezahlung kann erfolgen. Auch die Bezahlung ausländischer Dienstleister ist problemlos möglich.

Die Daten sollten unbedingt verschlüsselt übertragen werden. Dass dies der Fall ist, erkennen Sie am kleinen Schloss-Symbol unten im Browser. Meist wird dabei das so genannt SSL-Verfahren eingesetzt.

TIPP: Sofern die Bezahlung per Kreditkarte nicht mit einer Unterschrift bestätigt wurde, kann der späteren Abbuchung widersprochen und das Geld zurück gebucht werden.

elektronischem Lastschriftverfahren (ELV)

Beim Lastschriftverfahren erteilt der Käufer dem Verkäufer die Genehmigung, fällige Beträge vom Konto abzubuchen. Das Missbrauchsrisiko ist eher gering, da ungerechtfertigten Abbuchungen binnen einer bestimmten Frist widersprochen werden kann. Auf Seiten des Verkäufers besteht dagegen das Risiko, dass das Konto des Kunden nicht gedeckt ist.

Das Lastschriftverfahren wird in der Regel nur im innerdeutschen Geschäftsverkehr angeboten. Für kleine Geldbeträge ist diese Methode allerdings eher ungeeignet, da eine Unterschrift für die Einzugsermäßigung notwendig ist, und somit ein zusätzlicher Schriftverkehr erforderlich ist.

per Rechnung

Diese Methode ist für den Kunden mit Abstand am sichersten. Einige deutsche Versandgeschäfte bieten auch im Onlinegeschäft die Bezahlung per Rechnung an. Für den Kunden ist dies der sicherste Zahlungsweg. Er überweist nach Erhalt der Ware den fällig Betrag auf das ihm genannte Konto. Das Risiko liegt vor allem beim Anbieter. Er muss damit rechnen, dass auch Kunden diesen Service nutzen, obwohl sie nicht das Geld haben, später zu bezahlen. Meist ist deshalb auch die Kaufsumme beschränkt.

Vorkasse

Diese Methode ist das Gegenstück zur Bezahlung auf Rechnung. In diesem Fall geht nicht der Händler, sondern der Käufer in Vorkasse. Riskant hierbei ist, dass das bereits überwiesene Geld nicht ohne Weitere zurückgebucht werden kann. Allerdings gibt es auch kleine Händler, die notgedrungen nur Vorkasse anbieten, weil sie zum Beispiel auf Bestellung fertigen und sich so absichern müssen. Darauf einlassen sollten Sie sich aber nur bei eindeutig vertrauenswürdigen Händlern.

Nachname

Früher weit verbreitet, heute fast ausgestorben. Ähnlich wie beim Kauf auf Rechnung zahlen die Kunden hier erst bei Lieferung. Das Geld wird hierbei direkt an den Postboten übergeben. Viel sicherer als andere Methoden ist das Zahlen per Nachnahme außerdem nur scheinbar, denn überprüfen, ob die Ware tatsächlich im Paket und unbeschädigt ist, können Sie in der Regel erst nach der Bezahlung

Paypal

Paypal gehört zum Internetauktionshaus eBay und ist weltweit der größte Anbieter von Internet Zahlungssystemen. Das amerikanische Unternehmen schaltet sich als Drittanbieter zwischen Händler und Bank, nachdem sich der Verbraucher bei Paypal registriert hat. Dabei wird das Girokonto oder die Kreditkarte mit dem Paypal-Konto verbunden und später dann eine E-Mail-Adresse beim Bezahlen als Kontonummer genutzt. Wer keine Kreditkarte besitzt, kann Paypal in begrenztem Umfang ebenfalls nutzen, muss allerdings zunächst Geld auf sein Paypal-Konto überweisen. Danach kann ohne Probleme weltweit Geld verschickt oder empfangen werden.

Das Konto an sich ist kostenlos, beim Geldeingang wird allerdings eine Gebühr fällig.

Firstgate

Das Internetbezahlungssystem Firstgate ist eines der etabliertesten auf dem Markt. Nach einmaliger Anmeldung bei Firstgate kann man fortan bei den angeschlossenen Anbietern quasi per Knopfdruck bezahlen. Dabei werden allerdings geringe Gebühren fällig.

Spammails und Malware

Spammails und Malware
Es vergeht kein Tag, ohne dass ganze Armeen von Katrins und Lisas in unseren Posteingängen Kontakt suchen, Rechtsabteilungen angebliche letzte Mahnungen per Mail zustellen oder Banken verlockende Kreditangebote unterbreiten. Eine vollkommene Lösung gegen diese betrügerischen E-Mails ist aber leider nicht in Sicht. Continue reading

Wie erkenne ich unseriöse Online-Shops?

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Bei der Online-Jagd kann nach Schnäppchen kann es schnell mal passieren, dass man auf der Webseite eines unseriösen Online-Versandhauses landet. Diese sind meistens aber so perfekt aufgebaut beziehungsweise echten Webseiten nachgeahmt, dass die Echtheit für einen Laien nicht gleich auf den ersten Blick erkennbar ist. Zum Ärger der Kunden verschicken solche Shops oft minderwertige Ware oder verlangen eine Vorauszahlung und versenden den bestellten Artikel gar nicht. Letzteres wird häufig mit Lieferproblemen begründet, falls überhaupt eine Rückmeldung kommt.

Die Betreiber dieser Online-Shops sind in der Regel schwer ausfindig zu machen, weswegen es schwierig ist, sein Geld wiederzubekommen. Oft sitzen diese nämlich im Ausland, was die Strafverfolgung deutlich erschwert.

Seien Sie wachsam und befolgen Sie folgende Tipps, um in Zukunft besser erkennen zu können, welchem Shop Sie trauen können und welchem nicht.

Kontakt

Ein unseriöser Online-Shop bietet in der Regel kaum Kontaktmöglichkeiten und auch die Unternehmeridentität ist unklar.

Impressum

Unseriöse Online-Shops verwenden ein gefälschtes Impressum. Dieses ist in dem Fall unvollständig und manchmal sogar gar nicht vorhanden.

URL

Versichern Sie sich als ersten, dass die URL-Adresse mit dem Namen des Shops übereinstimmt beziehungsweise ob es sich um die übliche URL handelt.

Außerdem fehlt in der Adresszeile des Browsers in der Regel das „https://“-Kürzel mit Vorhängeschloss, welches die meisten „echten“ Online-Versandhäuser haben.

Zahlungsmöglichkeiten

Fake-Shops bieten häufig mehrere Zahlungsmöglichkeiten an, wobei meistens nur Vorauskasse und Direktüberweisung funktionieren.

Kundenbewertungen

Sollten Sie sich nicht zu hundert Prozent sichern sein, suchen Sie im Internet nach Kundenbewertungen für diesen Online-Shop. Gibt es auf der Webseite selber auch eine Kundenbewertungsfunktion, fallen die Meinungen meist sehr positiv aus.

Bestellbestätigung

Auch die Bestellbestätigung unterscheidet sich sehr von der eines echten Online-Handels. Die geschriebenen Informationen sind unvollständig und ungenügend.

Realistische Preise & Produktvielfalt

Oft sind die Angebote märchenhaft günstig und unterbieten Ihre Wettbewerber um Längen. Eine Auswahl von wahllos ausgewählten einzelnen Artikeln, sollte auch skeptisch machen.

Fake-Shop-Listen

Auf speziellen Webseiten sind die gängigsten Betrüger-Shop gelistet. Hier lohnt es sich auf jeden Fall mal vorbeizuschauen.

Browsererweiterung

Auch technische Helfen können Sie vor unseriösen Versandshops warnen. Installieren zusätzlich zu Ihrem Browser eine Browsererweiterung, die auf eine große Datenbank zugreift und mit einer Ampel die jeweilige Surfsicherheit signalisiert.

Zu guter Letzt: Benutzen Sie für jede Webseite ein anderes Passwort. Sollten Sie doch einmal bei einem unseriösen Anbieter bestellen, können die Betrüger nicht auf ein anderes Konto bei eine anderen Online-Shop zugreifen.