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Fliegen mit Kindern – Tarifübersicht der Fluglinien

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Wer mit Kindern in den Urlaub fliegt, hat sich die Frage wahrscheinlich schon öfters gestellt: Was darf ich alles mit ins Flugzeug nehmen und für was muss ich draufzahlen?

Die Regelungen und Tarife für Sondergepäck variieren von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft. Generell gilt allerdings, dass Kinder ab zwei Jahren einen eigenen Sitzplatz brauchen; davor bleibt es den Eltern selber überlassen, ob sie einen extra Sitz für ihr Kind dazu buchen. Entscheidend ist immer der Rückflug: ist das Kind beim Hinflug noch unter zwei Jahren, hat aber im Urlaub, braucht es auf beiden Flügen einen eigenen Sitzplatz. Sitzplätze für Kleinkinder sind allerdings kostengünstiger als für Erwachsene.

Hier finden Sie die Regelungen einiger Fluggesellschaften:

Air Berlin

Gepäck: Ein Freigepäckstück pro Kin bis elf Jahre ist erlaubt. Das gilt allerdings nicht fpr den Tarif Economy Light. Buggies, Kinderwagen sowie Kindersitze und Reisebetten dürfen gebührenfrei mit.

Sitzplatz: Für Kinder unter zwei Jahre gibt es eine Ermäßigung auf den normalen Flugpreis von 15 bis 20 Prozent.

Condor

Gepäck: Eltern dürfen zusätzlich zum eigenen Handgepäck Pflegeutensilien für Kleinkinder mitführen. In der Economy, Premium und Business Class erhalten Kinder unter zwei Jahren 10 Kilogramm Freigepäck – Kinder unter zwölf Jahren sogar 25 bis 30 Kilogramm abhängig vom Tarif. Ab einem Alter von zwei Jahren gelten dieselben Regeln wie bei Erwachsenen. Zwei Sondergepäckstücke wie Buggy oder Babybett fliegen kostenlos mit.

Sitzplatz: Kleinkinder unter zwei erhalten 10 Prozent auf den regulären Flugpreis.

Easyjet

Gepäck: Zwei Sondergepäckstücke wie Kinderwagen oder Kindersitz sind gratis. Kinder über zwei Jahre dürfen wie ein Erwachsener ein Handgepäckstück ohne Gewichtsbeschränkung mitnehmen.

Sitzplatz: Kinder unter zwei Jahren zahlen rund 28 Euro pro Flug, Kinder über zwei Jahren müssen den vollen Preis zahlen.

Eurowings

Gepäck: Ein Sondergepäckstück wie Kinderwagen oder Kinderreisebett pro Kind sind gratis. Außerdem haben auch Kinder das Recht auf ein Freigepäckstück bis 23 Kilogramm.

Sitzplatz: Kinder bis zwölf Jahre dürfen wie Erwachsene ein Freigepäckstück mit bis zu 23 Kilogramm kostenlos mitnehmen. Ein Sondergepäckstück wie Kinderwagen oder -bett sind pro Kind gratis.

Lufthansa

Gepäck: Außer beim Economy-Light-Tarif haben Kinder unter zwei Jahren den Anspruch auf ein freies Gepäckstück bis zu 23 Kilogramm. Buggies, Kinderwagen oder Autositz können kostenlos aufgegeben werden.

Sitzplatz: Kleinkinder unter zwei Jahren ohne eigenen Sitzplatz zahlen 10 Prozent des regulären Flugpreises. Für Kinder bis elf Jahre gibt es einen Kindertarif – in nahezu allen Tarifen gibt es eine Preisermäßigung von 75 Prozent gegenüber dem normalen Ticketpreis.

Ryanair

Gepäck: Kinderwagen, Kindersitz oder Maxi-Cosi können kostenlos mitgenommen werden. Andere Sondergepäckstücke bis 20 Kilogramm können gegen einen Aufpreis mitfliegen.

Sitzplatz: Mit dem Family-Extra-Tarif gibt es 50 Prozent Rabatt auf Aufgabegepäck und das kostenpflichtige Priority Boarding für Kinder zwischen 2 bis 15 Jahren – die Eltern müssen dafür jedoch den normalen Service buchen. Kinder bis zwei Jahre reisen mit der Airline für 20 Euro, ältere Kinder zahlen den vollen Flugpreis.

Tuifly

Gepäck: Kinder unter zwei Jahren haben auf Flügen im Pure-Tarif keinen Anspruch auf Freigepäck, beim Perfect-Tarif hingegen dürfen bis zu 29 Kilogramm mitgenommen werden.Die Beförderung von Kinderwagen, Buggies und Kindersitzen ist gratis, sollte aber vor Reiseantritt angemeldet werden. Gebührenpflichtig sind Kinderbetten; der Preis hierfür ist abhängig vom Gewicht.

Sitzplatz: Kleinkinder unter zwei Jahren zahlen pro Flug 15 Euro auf internationalen Kurz- und Mittelstreckenflügen und 50 Euro auf der Fernstrecken. Ältere Kinder zahlen den regulären Flugpreis.

Flug verpasst – und jetzt ?

Flug verpasst

Es kann schneller passieren als erwartet. Sie sind auf dem Weg zum Flughafen, haben genug Zeit eingeplant um pünktlich anzukommen, stehen aber im Stau und verpassen Ihren Flug. Auch das kranke Kind oder der vergessene Rucksack kann der Grund sein, um in eine solch ärgerliche Lage zu geraten. In diesem Fall heißt es ruhig bleiben, Nerven behalten und versuchen die Sache so gut es noch geht zu lösen.

Ein Gang zum Schalter der entsprechenden Airline ist schon mal ein guter Anfang. Dort können Sie versuchen, einen neuen Flug buchen zu lassen, was allerdings in der Regel mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Sollten Sie schon früh genug wissen, dass Sie Ihren Flug womöglich verpassen werden, rufen Sie direkt bei der Fluggesellschaft an. Diese kann sich dann rechtzeitig um eine Umbuchung kümmern wodurch gleichzeitig Ihre Chancen auf einen Ersatzflug steigen. Doch auch hier muss man zusätzliche Gebühren mit einrechnen.

Möchten Sie auf Nummer sicher gehen und mögliche Gebühren von Anfang an umgehen? Dann wählen Sie schon bei der Buchung ein Flugticket, dass Sie bis kurz vor Reiseantritt ohne weitere Kosten stornieren können. Diese Tickets sind meistens aber auch teurer als die normalen.

Anschlussflug verpasst?

Das Landgericht Berlin hat entschieden, dass jedem Reisenden, der wegen eines verspäteten Fluges seinen Anschlussflug verpasst, eine Entschädigung zusteht. Dies gilt auch, wenn beide Flüge bei zwei unterschiedlichen Airlines gebucht wurden.

Bahnverspätungen?

Was aber, wenn man den Flug wegen Verspätungen bei der Bahn verpasst? Sollte dies passieren, ist die Bahn prinzipiell nicht dazu verpflichtet für den Schaden aufzukommen. Dennoch können Sie sich an die jeweilige Fluggesellschaft wenden und auf Kulanz hoffen.

Einen Ausnahmefall gibt es allerdings doch: Sollte Sie über ein sogenanntes Rail & Fly-Ticket verfügen und Ihren Flug wegen Bahnverspätungen verpassen, muss der Reiseveranstalter, über den Sie zuvor gebucht haben, Entschädigung leisten. Im Jahr 2010 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass, wenn die Bahnfahrt bei einer Reise als eigene Leistung des Veranstalters geführt wird, dieser für Mängelansprüche haften muss.

Krankheit?

Bei einem Krankheitsfall greifen die gleichen Regelungen wie im Falle eines Staus: ist die Fluggesellschaft nicht bereit Kulanz zu bewilligen, werden wohl Umbuchungsgebühren auf Sie zukommen. Ist schon ein paar Tage früher klar, dass die Reise nicht angetreten werden kann, können Sie unter Umständen von der Reise zurücktreten. Dabei ist aber zu beachten, ob man über eine Reiserücktrittsversicherung verfügt oder nicht, und was das in solch einem Fall für Folgen hat.

Abschließend kann man also festhalten, dass wenn man den Flug aus eigenem Verschulden verpasst, man grundsätzlich keinen Anspruch auf Erstattung des Ticketpreises hat. Die Fluggesellschaft ist in diesem Fall auch nicht dazu verpflichtet den Flug umzubuchen – ob das nun gegen einen Aufpreis oder ganz ohne passiert. Erhobene Gebühren sowie Steuern müssen bei einem verpassten Flug allerdings erstattet werden.

Nur in den wenigsten Fällen bekommt man sein Geld automatisch von der Fluggesellschaft zurückerstattet. Stattdessen muss man immer einen Erstattungsantrag stellen, der oftmals zunächst ignoriert wird. Beharrlichkeit wird jedoch meistens belohnt, In Deutschland kann man seinen Anspruch drei Jahre lang geltend machen, bevor er verjährt.

Ihre Rechte auf Entschädigung, wenn Ihr Flug verspätet oder ist annulliert

Ihre Rechte auf Entschädigung, wenn Ihr Flug verspätet oder ist annulliert

Der Flug ist gebucht, und Sie denken alles läuft problemlos und … BAM, Ihr Flug verspätet wird oder sogar ganz abgesagt wird. In einigen Fällen, wie beispielsweise bei Urlaub, können Sie die Dinge machen, ohne viel Mühe heraus. Aber was, wenn Sie auf einer Geschäftsreise gehen oder Sie keine Zeit haben und Sie Geld verlieren? Dies ist, wo Entschädigung von der Fluggesellschaft kommt.

Wenn Sie aus UK oder einem anderen Land der Europäischen Union abfliegen, oder die Fluggesellschaft selbst innerhalb der EU basiert, Gesetzgebung gibt Ihnen das Recht auf Entschädigung unter bestimmten Umständen. Einen Flugausfall müssen Sie nicht einfach hinnehmen. Vielmehr steht die europäische Fluggastrechte-Verordnung auf Ihrer Seite. Diese spricht Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigungszahlung durch die Airline zu. Selbst wenn Sie direkt auf einen anderen Flug umgebucht werden oder schon einige Tage vor dem geplanten Abflug von der Annullierung erfahren haben, könnten Sie Anspruch auf eine Entschädigung haben.

Entschädigung bei Flugverspätung

Ist die Airline für die über 3 Stunden Verspätung verantwortlich, haben die Passagiere das Recht auf eine Ausgleichszahlung in Höhe von 250 – 600 Euro. Wie hoch die Entschädigung für eine Flugverspätung ist, richtet sich dabei nach der Länge der Flugstrecke.

  • Bei einer Flugdistanz unter 1.500 km müssen 250 Euro an den Fluggast ausgezahlt werden. Ist die Strecke zwischen 1.500 und 3.500 Kilometern lang, werden für die Fluggesellschaft 400 Euro fällig.

  • Bei über 3.500 Kilometern besteht ein Anspruch auf 600 Euro bei einer Verspätung über 4 Stunden und 300 Euro bei 3 bis 4 Stunden Verspätung.

  • Dabei kommt es nicht darauf an, wie teuer der Flug war. Auch bei Billigfliegern sind Sie entschädigungsberechtigt – selbst wenn die Reisekosten niedriger sind, als die Entschädigung, die Sie später erhalten.

  • Ab drei Stunden Flugverspätung haben Sie Anspruch auf Entschädigung

  • Jedem betroffenen Passagier stehen 250 bis 600 Euro Entschädigung zu

  • Ab zwei Stunden Verspätung muss die Airline  Getränke und Snacks bereitstellen

  • Bei Abflug am nächsten Tag stehen Ihnen Unterkunft und Transfer zu.

  • Wenn Ihr Flug komplett gestrichen wurde, gelten abweichende Regeln. Lesen Sie dafür unseren Ratgeber zu Fliganilierung

  • Die EU-Fluggastrechte-Verordnung gilt auch bei Pauschalreisen

Entschädigung bei Flugannullierung

Nur wenn die Airline Sie rechtzeitig über die Annullierung des Fluges informiert, braucht sie nicht zahlen. Darüber hinaus hat die Fluggesellschaft in Ausnahmefällen, etwa bei fehlender Flugsicherheit, Schneechaos die Möglichkeit, sich zu entlasten. Die Anforderungen an entsprechende “außergewöhnliche, unvermeidbare Umstände” sind allerdings sehr hoch – technische Defekte des Flugzeuges zählen beispielsweise grundsätzlich nicht hierzu!

Liegt die Verantwortung für die Verspätung bei der Airline, haben Sie als Fluggast ein Recht auf Schadensersatz. Die Höhe Ihrer Erstattung ist unabhängig vom Flugpreis. Die Entschädigung berechnet sich allein aus der Flugstrecke:

Flugziele innerhalb der EU

  • 250 Euro Entschädigung bei einem verspäteten Flug bis zu 1.500 km

  • 400 Euro Entschädigung bei einem verspäteten Flug von mehr als 1.500 km

Flugziele außerhalb der EU

  • 250 Euro Entschädigung bei einem verspäteten Flug bis zu 1.500 km

  • 400 Euro Entschädigung bei einem verspäteten Flug von mehr als 1.500 km bis zu 3.500 km

  • 600 Euro Entschädigung bei einem verspäteten Flug von mehr als 3.500 km