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Einkaufen im Urlaub – Reisefreimengen innerhalb der EU

Einkaufen im Urlaub – Richtmengen innerhalb der EU

Kann man den Wein aus dem Urlaubsland ohne Probleme mit nach Hause bringen? Und was ist eigentlich mit Tabakwaren, Medikamenten und Bargeld? Reisemitbringsel wie Zigaretten und Alkohol, aber auch tierische Produkte wie Käse und Leder-Kleidung können am Zoll Probleme bereiten. Hier erfahren Sie, worauf Sie innerhalb und außerhalb der EU achten müssen.

Reisen Sie durch die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, gibt es so gut wie keine beziehungsweise nur geringe Einschränkungen. Dank des Grundgesetztes der EU „Recht auf Freizügigkeit“ kann fast alles über die Grenze mitgeführt werden, insofern es für den Eigenbedarf bestimmt ist.

Allgemeine Richtmengen

Einige Ausnahmen und Mengengrenzen gibt es aber dennoch:

Alkohol und Tabak werden beim Zoll als sogenannte „Genussmittel“ geführt. Deshalb sind die Regelungen was die Freimenge angeht begrenzt. Alle mitgeführten Packungen sollten mit Steuerzeichen und Angaben zum Nikotin- und Teegehalt versehen sein.

Zigaretten -> 800 Stück pro Person

Zigarillos -> 400 Stück pro Person

Zigarren -> 200 Stück pro Person

Rauchtabak -> 1 Kilogramm pro Person

Hinweis

Bis zum 31.Dezember 2017 dürfen Zigaretten, die für den Eigenbedarf in den Ländern Kroatien, Lettland, Litauen, Ungarn, Rumänien oder Bulgarien erworben wurden, nur bis zu einer Menge von 200 Stück pro Person steuerfrei mitgeführt werden.

Spirituosen (z.B. Weinbrand, Whisky, Wodka, Rum) -> 10 Liter pro Person

Alkoholhaltige Süßgetränke (z.B. Alkopops) -> 10 Liter pro Person

Zwischenerzeugnisse (z.B. Sherry, Portwein, Marsala) -> 20 Liter pro Person

Schaumwein -> 60 Liter pro Person

Bier -> 110 Liter pro Person

Für Wein, der für den Eigenbedarf aus anderen EU-Ländern nach Deutschland eingeführt wird, gibt es keine Richtmengen.

Auch Kaffee und kaffeehaltige Waren unterliegen in Deutschland einer Richtmenge. Hierbei gilt: pro Person dürfen jeweils 10 Kilogramm Kaffe und 10 Kilogramm kaffeehaltige Waren aus anderen EU-Mitgliedsländern nach Deutschland mitgebracht werden.

Sollten die mitgeführten Waren die Richtmengen überschreiten, besteht die Vermutung, dass sie für einen gewerblichen Zweck erworben worden sind. Versuchen Sie deshalb nachzuweisen, dass alles was Sie mitführen für private Zwecke bestimmt ist. muss man sich um die korrekte Versteuerung kümmern.

Alle angegebenen Richtlinien gelten nur, wenn die eingeführten Waren von Privatpersonen persönlich von einem EU-Land in ein anderes befördert wurden. Die Genussmittel müssen bereits in dem betreffenden Mitgliedstaat versteuert worden sein und auf üblichem Wege zu erwerben sein.

Reisen innerhalb der EU durch Nicht-Eu-Länder

Sollten Sie bei Ihrer Reise innerhalb der EU ein Nicht-EU-Land wie zum Beispiel die Schweiz durchqueren, informieren Sie sich frühzeitig, dass im Nicht-EU-Land gegebenenfalls geringere Freimengen oder abweichende nationale Regelungen gelten können, die Sie zu beachten haben. Bei der Einreise zurück nach Deutschland können Sie Ihre erworbenen Genussmittel im Rahmen der zuvor genannten Richtmengen steuerfrei eingeführt werden, insofern Sie auch nachweisen können, dass diese Waren aus dem freien Verkehr der EU stammen. Dies ist zum Beispiel durch die Vorlage eines Kassenbelegs möglich. Achten Sie auch darauf, dass es Gebiete gibt, die zwar zum Staatsgebiet anderer EU-Mitgliedsstaaten sind, jedoch nicht zum Zollgebiet der Eu angehören. 

Gewusst wie – sparen trotz steigender Energiepreise

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Die Energie steigen immer weiter in die Höhe und spätestens wenn die Rechnung in der Post ist, ärgert man sich über die doch recht hohe Summe. Mit ein paar simplen Tricks kann man allerdings Geld sparen und für etwas schöneres ausgeben.

Heizung

Drehen Sie im Winter doch einfach mal ein wenig die Heizung nach unten. Temperaturen um die 18 Grad Celsius im Wohnzimmer und 21 Grad im Wohnzimmer reichen meistens schon für das Wohlbefinden der Bewohner aus. Nachts oder wenn alle Familienmitglieder aus dem Haus sind, empfiehlt es sich, den Heizregler noch weiter nach untern zu drehen. Über eine längere Dauer hinweg gar nicht zu heizen ist dagegen keine gute Idee, da dadurch das Schimmelrisiko steigt.

Lüften

Stoßlüften im Winter ist das A und O. In der kalten Jahreszeit sollte man mehrmals am Tag für ein paar Minuten alle Fenster öffnen und gut durchlüften. Abgestandene Luft mit hoher Luftfeuchtigkeit sollte in regelmäßigen Abständen gegen frische Luft mit geringerer Feuchtigkeit ausgetauscht werden, damit kein Schimmel entsteht.

Gekippte Fenster sind dem Geldbeutel eher ein Feind, da so in der Heizperiode viel zu viel von der teuren Wärme nach draußen gelangt und somit noch mehr geheizt werden muss.

LED-Lichter

LED-Lichter sind zwar in der Anschaffung um einiges teurer als Halogenlampen, sind aber effizienter. Im Vergleich zu herkömmlichen Halogenlampen kann man mit LEDs bis zu 85% Strom sparen, was sich daher schon nach etwas 6 Monaten bis 1 Jahr auf der Stromrechnung bemerkbar macht. Dazu kommt, dass LED-Lampen weitaus umweltfreundlicher und heller als ihre Kollegen sind.

Stand-by-Modus

Ob Fernseher, PC oder Stehlampen, fast alle elektronischen Geräte stehen die meiste Zeit ständig unter Strom, da sie zwar ausgeschaltet aber nicht ausgesteckt sind. Dieser Leerlauf kostet den Verbraucher pro Jahr zwischen 50 und 80€. Deshalb ist es ratsam, den Stecker aus der Steckdose zu ziehen oder abschaltbare Steckdosenleisten zu kaufen und den Schalter regelmäßig umlegen.

Optimaler Standort

Geräte wie Kühlschrank oder Gefriertruhen sollten nicht direkt neben dem Herd oder an einem anderen warmen Ort stehen. Denken Sie daran, dass jedes Grad plus oder minus in der Umgebung eines elektronischen Gerätes den Stromverbrauch erhöht, da das Gerät die programmierte Temperatur versucht zu halten und das gegebenenfalls mit einem Temperaturausgleich versucht zu regulieren, was offensichtlich den Stromverbrauch in die höhe schnellen lässt.

Extratipp:

Tauen Sie Ihre Gefriertruhe regelmäßig ab, um unnötigen Reif zu vermeiden, der unter anderem auch dazu führt, dass der Stromverbrauch ansteigt.

So vermeiden Sie teure Überraschungen beim Mietauto im Urlaub

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Der urlaub ist geplant, das Hotel Zimmer reserviert, nur das Mietauto fehlt noch, um jederzeit Mobil zu sein und den Urlaub unvergesslich zu machen. Man sollte allerdings nicht einfach blind irgendein Auto bei irgendeiner Autovermietung mieten, sondern auf ein paar Dinge achten.

Hierbei lohnt sich ausnahmsweise mal ein Blick in die Vergangenheit statt in die Zukunft. Logischer Weise häufen sich nach der Hauptsaison in den Sommerferien die Bewertungen, vor allem aber die Beschwerden, im Internet. Dies kann sehr aufschlussreich sein, da man so ein erstes Bild von der jeweiligen Autovermietung und ihrem Service bekommt. Die meisten Beschwerden betreffen wohl die Tankregelungen, das penetrante Andrehen von Zusatzversicherungen seitens der Autovermietung oder der mangelhafter Zustand des Fahrzeugs.

Sobald Sie sich dafür entschieden haben in Ihrem nächsten Urlaub ein Auto zu mieten und langsam anfangen im Internet Preise zu vergleichen, achten Sie auf jeden Fall auf die Tankregelung! Die zwei geläufigsten Tankregelungen sind: die „voll-leer-Tankregelung“ und die „vol-voll-Tankregelung“. Wie der Name schon sagt, bekommt man bei der „voll-leer-Tankregelung“ bei der Abholung ein vollgetanktes Mietauto, das meist mit üppigen Beiträgen für die erste Tankfüllung und möglicherweise sogar Servicegebühren für die Betankung verbunden ist. Als wäre das nicht schon genug, bleibt ja bei der Rückgabe des Fahrzeuges häufig noch relativ viel Treibstoff im Tank, was wiederum rausgeschmissenes Geld ist. Sinnvoller aber vor allem fairer ist die „vol-voll-Tankregelung“. Bei dieser Option bekommt man bei der Abholung einen vollgetankten Wagen und gibt diesen am Ende der Ferien vollgetankt zurück. Achten Sie aber darauf, dass Sie das Auto vor der Rückgabe persönlich volltanken und das nicht dem Vermieter überlassen, da dies oft bis zu drei mal mehr als der normale Benzinpreis kostet und Ihnen in Rechnung gestellt wird. Behalten Sie auch den Tankbeleg am besten auch nach dem Urlaub oder fotografieren ihn.

Kümmern Sie sich auch rechtzeitig darum, dass Sie über einen umfassenden Versicherungsschutz aus Haftpflicht- Vollkasko- und Diebstahlversicherung verfügen. So müssen Sie nicht auf vermeintliche „Angebote“ für Zusatzversicherungen am Schalter der Autovermietung zurückgreifen und sparen einiges an Geld, da die Versicherungen, die man direkt am Flughafen bekommt, einen stolzen Aufpreis kosten. Lesen Sie sich außerdem die Vertragsbedingungen der Vollkaskoversicherung nochmal sorgfältig durch und achten darauf, welche Art von Schaden abgedeckt ist.

Sollten Sie direkt bei der Übernahme feststellen, dass der Wagen in einem mangelhaften Zustand oder gravierend Verschmutzt ist, wenden Sie sich direkt an einen Mitarbeiter und fragen nach einem Ersatz. Wird dies abgelehnt, lassen Sie Sie alle schon vorhandenen Schäden im Mietvertrag vermerken und von einem Mitarbeiter unterschreiben.

Weitere Faktoren für zusätzliche Kosten können sein: Fahrzeugübernahme am Flughafen, Einwegfahrten, Zusatzfahrer, junge/unerfahrene Fahrer, Hotelzustellung oder auch Zubehör wie Navigationsgeräte oder Kindersitze. Außerdem sollten Sie wissen, dass ein Miettag immer mit 24 Stunden berechnet wird, d.h. wenn der Mietwagen z.B. am 15. August um 10 Uhr abgeholt wird und am nächsten tag um 12 Uhr wieder abgegeben wird, muss man auch den angebrochenen Tag voll bezahlen. Informieren Sie sich vor der Rückgabe, ob Extrakosten für Verspätungen am letzten Tag anfallen können.

Kleiner Tipp zum Schluss: manche Vermieter bieten Fahrzeug-Upgrades an, die schon für einen minimalen Aufpreis verfügbar sind und sich manchmal wirklich lohnen.

Mogelpackungen im Supermarkt

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Riesige Verpackungen, wenig Inhalt. Ob Lebensmittel, Haushaltsreiniger oder Kosmetika. Mogelpackungen sind in so gut wie allen Supermärkten und von den Unterschiedlichsten Herstellern zu finden. Vor allem die Verbraucher fühlen sich hintergangen und ausgenommen

Erst im Juni erregte das neue Design der Evian-Flasche großes Aufsehen. Statt 1,5 Liter für 0,89€ gibt es nun die Evian-Flasche bei einigen Händlern nur noch in einer 1,25-Liter-Flasche zum Preis von 1,09€, kritisiert die Verbraucherzentrale Hamburg. Das sei eine Preiserhöhung von knapp 50% für eine einzelne Flasche. Die Preiserhöhung für einen Sechserpack liegt bei rund 53% (früher: 5,49€; jetzt: 6,99€).

Um die Menge der Produkte größer wirken zu lassen, greifen viele Hersteller auf Mogelpackungen zurück. Oftmals wird mit unverhältnismäßig viel Luft, doppelten Böden, dicken Wandungen, großen Deckeln oder einfach überdimensionierten Umkartons getrickst. Ein Gesetz mit mit konkreten Richtlinien, die angeben ab wann man von einer Mogelpackung spricht gibt es derzeit nicht, laut Eichgesetz sind derartige Täuschungsmanöver allerdings verboten. Lediglich eine interne Leitlinie gibt vor, dass nicht mehr als 30% Luft in einer Verpackungen enthalten sein dürfen.

Ausnahmen gibt es für Pralinen: hierbei darf das Volumen der Verpackung sechsmal so groß sein wie das Gewicht einer einzelnen Praline. Wiegt eine Praline zum Beispiel 15 Gramm, darf sie von einer Verpackung mit einem Verpackungsvolumen von höchstens 90 Millilitern umgeben sein.

Verbrauchern wird es sehr schwer gemacht, Schwindelei von Korrektheit zu unterscheiden. Geht man trotzdem strak davon aus übers Ohr gehauen worden zu sein, sollte man sich bei folgenden Stellen melden:

  • die Verbraucherzentrale des jeweiligen Bundeslandes

  • die zuständigen Eichämter

  • die Lebensmittelüberwachungsämter

Die Verbraucherzentrale hält es für notwendig, konkrete Richtlinien für Verpackungen zu erlassen und Gesetzestexte anzupassen.

Wie oben schon erwähnt, ist es für Hersteller fast schon zur Normalität geworden, die Füllmengen zu verringern, die Preise aber gleich zu lassen oder sogar zu erhöhen. Versteckt hinter neuen Designs der Verpackungen oder „neuen Rezepturen“ werden klammheimlich geringere Mengen eingeführt, ohne dass es der Verbraucher merkt.

Derzeit liegt ein Gesetzesverstoß nur dann vorm wenn bei identischer Verpackungsgröße und unverändertem Verpackungsdesign die Füllmenge ohne jeglichen Hinweis verringert wurde.

Fliegen mit Kindern – Tarifübersicht der Fluglinien

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Wer mit Kindern in den Urlaub fliegt, hat sich die Frage wahrscheinlich schon öfters gestellt: Was darf ich alles mit ins Flugzeug nehmen und für was muss ich draufzahlen?

Die Regelungen und Tarife für Sondergepäck variieren von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft. Generell gilt allerdings, dass Kinder ab zwei Jahren einen eigenen Sitzplatz brauchen; davor bleibt es den Eltern selber überlassen, ob sie einen extra Sitz für ihr Kind dazu buchen. Entscheidend ist immer der Rückflug: ist das Kind beim Hinflug noch unter zwei Jahren, hat aber im Urlaub, braucht es auf beiden Flügen einen eigenen Sitzplatz. Sitzplätze für Kleinkinder sind allerdings kostengünstiger als für Erwachsene.

Hier finden Sie die Regelungen einiger Fluggesellschaften:

Air Berlin

Gepäck: Ein Freigepäckstück pro Kin bis elf Jahre ist erlaubt. Das gilt allerdings nicht fpr den Tarif Economy Light. Buggies, Kinderwagen sowie Kindersitze und Reisebetten dürfen gebührenfrei mit.

Sitzplatz: Für Kinder unter zwei Jahre gibt es eine Ermäßigung auf den normalen Flugpreis von 15 bis 20 Prozent.

Condor

Gepäck: Eltern dürfen zusätzlich zum eigenen Handgepäck Pflegeutensilien für Kleinkinder mitführen. In der Economy, Premium und Business Class erhalten Kinder unter zwei Jahren 10 Kilogramm Freigepäck – Kinder unter zwölf Jahren sogar 25 bis 30 Kilogramm abhängig vom Tarif. Ab einem Alter von zwei Jahren gelten dieselben Regeln wie bei Erwachsenen. Zwei Sondergepäckstücke wie Buggy oder Babybett fliegen kostenlos mit.

Sitzplatz: Kleinkinder unter zwei erhalten 10 Prozent auf den regulären Flugpreis.

Easyjet

Gepäck: Zwei Sondergepäckstücke wie Kinderwagen oder Kindersitz sind gratis. Kinder über zwei Jahre dürfen wie ein Erwachsener ein Handgepäckstück ohne Gewichtsbeschränkung mitnehmen.

Sitzplatz: Kinder unter zwei Jahren zahlen rund 28 Euro pro Flug, Kinder über zwei Jahren müssen den vollen Preis zahlen.

Eurowings

Gepäck: Ein Sondergepäckstück wie Kinderwagen oder Kinderreisebett pro Kind sind gratis. Außerdem haben auch Kinder das Recht auf ein Freigepäckstück bis 23 Kilogramm.

Sitzplatz: Kinder bis zwölf Jahre dürfen wie Erwachsene ein Freigepäckstück mit bis zu 23 Kilogramm kostenlos mitnehmen. Ein Sondergepäckstück wie Kinderwagen oder -bett sind pro Kind gratis.

Lufthansa

Gepäck: Außer beim Economy-Light-Tarif haben Kinder unter zwei Jahren den Anspruch auf ein freies Gepäckstück bis zu 23 Kilogramm. Buggies, Kinderwagen oder Autositz können kostenlos aufgegeben werden.

Sitzplatz: Kleinkinder unter zwei Jahren ohne eigenen Sitzplatz zahlen 10 Prozent des regulären Flugpreises. Für Kinder bis elf Jahre gibt es einen Kindertarif – in nahezu allen Tarifen gibt es eine Preisermäßigung von 75 Prozent gegenüber dem normalen Ticketpreis.

Ryanair

Gepäck: Kinderwagen, Kindersitz oder Maxi-Cosi können kostenlos mitgenommen werden. Andere Sondergepäckstücke bis 20 Kilogramm können gegen einen Aufpreis mitfliegen.

Sitzplatz: Mit dem Family-Extra-Tarif gibt es 50 Prozent Rabatt auf Aufgabegepäck und das kostenpflichtige Priority Boarding für Kinder zwischen 2 bis 15 Jahren – die Eltern müssen dafür jedoch den normalen Service buchen. Kinder bis zwei Jahre reisen mit der Airline für 20 Euro, ältere Kinder zahlen den vollen Flugpreis.

Tuifly

Gepäck: Kinder unter zwei Jahren haben auf Flügen im Pure-Tarif keinen Anspruch auf Freigepäck, beim Perfect-Tarif hingegen dürfen bis zu 29 Kilogramm mitgenommen werden.Die Beförderung von Kinderwagen, Buggies und Kindersitzen ist gratis, sollte aber vor Reiseantritt angemeldet werden. Gebührenpflichtig sind Kinderbetten; der Preis hierfür ist abhängig vom Gewicht.

Sitzplatz: Kleinkinder unter zwei Jahren zahlen pro Flug 15 Euro auf internationalen Kurz- und Mittelstreckenflügen und 50 Euro auf der Fernstrecken. Ältere Kinder zahlen den regulären Flugpreis.

Einbruch – für was kommt die Hausratsversicherung wirklich auf?

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2014 war die Zahl der Einbrüche so hoch wie seit 16 Jahren nicht mehr. Vor allem im Winter schlagen die Eibrecher gerne zu und nehmen alles mit, was sie finden können. In diesem Fall bleibt dem Betroffenen nur noch die Hausratsversicherung. Sollte ein solcher Einbruch festgestellt werden, muss unmittelbar die Polizei gerufen werden, damit alles dokumentiert wird und später bei der Versicherung eingereicht werden kann.

Aber zunächst einmal sollte die Frage geklärt werden, was überhaupt alles zu einem Einbruchdiebstahl zählt und was nicht. Die Versicherung greift in den meisten Fällen nur, wenn der „Ort des Geschehens“ bestimmte Bedingungen erfüllt. Dazu gehört, dass sich der Dieb mit einem Werkzeug wie zum Beispiel einer Brechstange Zugang zur Wohnung verschafft hat. Aber auch wenn der Einbrecher über einen Wohnungsschlüssel verfügt, den er zuvor entwendet hat, muss die Versicherung das Eigentum ersetzen. Sollte der Schlüssel allerdings aufgrund des fahrlässigen Verhaltens entwendet worden sein, man also selbst die Schuld trägt, kann die Versicherung den Schadensersatz kürzen oder gar verweigern.

Einbruchsopfer müssen so schnell wie möglich eine Stehlgutliste aller entwendeten Gegenstände erstellen, wobei die genauen Diebesgüter mit Neuwert, Marke sowie anderen wichtigen Details anzugeben ist. Diese Liste muss auf jeden Fall beim Versicherer eingereicht werden. Auch Fotos oder Einkaufsbelege sind sehr nützlich, da so der Wert des Hausrates besser dokumentiert werden kann. Es empfiehlt sich daher, vorbeugend alle wertvollen Dinge durchzugehen und zu dokumentieren. Schwer zu beschreibende Gegenstände sollten fotografiert werden.

Durch den Abschluss einer Hausratsversicherung ist in der Regel der komplette Hausrat abgesichert. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um Möbel, Elektrogeräte oder Kleidung handelt. Auch für „banale“ Gegenstände wie Nahrungsmittel oder Bücher kommt die Versicherung auf. Auch Gegenstände, die im Keller, dem Speicher oder der Garage aufbewahrt wurden und bei dem Einbruch geklaut wurde, sind von der Versicherung abgedeckt.

Der Betroffene erhält im von der Versicherung bearbeiteten Schadensfall so viel Geld, dass ein gleichwertiger Gegenstand zu aktuellen Preisen neu erworben werden kann. Diesen Wert nennt man Wiederbeschaffungswert, ist aber nicht immer dem initialen Kaufpreis gleichzustellen. Auch Reparaturkosten um das beschädigt Inventar sowie kaputte Türen und Fenster werden übernommen. Darüber hinaus wird auch eine Wertminderung für beschädigte, aber noch uneingeschränkt nutzbare Gegenstände bezahlt.

Was tun, wenn das Handy geklaut wurde?

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Das Handy ist weg! Millionen von Menschen geht es jeden Tag so. Nur ein unachtsamer Moment im Café und das Handy liegt, anstatt auf dem Tisch, in einer fremden Tasche. Auch in überfüllten U-Bahnen ist es für Taschendiebe ein Kinderspiel das Handy unbemerkt zu entwenden.

Für den Eigentümer des geklauten Objektes ist das nicht nur ärgerlich, kann unter Umständen auch richtig teuer werden, vom möglichen Verlust aller persönlichen Daten ganz zu schweigen. Sofern das Smartphone nicht ausgeschaltet wurde, können die Diebe unbegrenzt Nachrichten schicken oder Telefonieren.

Nachdem das Handy verschwunden ist, sollte man sich schnellstens darum kümmern den Netzbetreiber zu kontaktieren und die SIM-Karte sperren zu lassen, indem man bei der extra eingerichteten Sperrhotline anruft. Um die SIM-Karte sperren zu lassen, wird allerdings die fünfstellige IMEI-Nummer des Handys benötigt. Diese ist im Originalkarton des Smartphones zu finden. Auch kann die Kombination *#06# in die Wählfunktion des Gerätes eingegeben werden, um sich so die benötigte Nummer anzeigen zu lassen. Diese sollte man am besten gemach haben solange das noch möglich ist, denn ist das Handy erst einmal weg, kann man diesen Weg vergessen.

hrend der Sperrbemühungen sollte immer mindestens ein Zeuge anwesend sein. Sperrungen sind grundsätzlich auch per Email oder per Fax möglich, wobei ein Anruf aber mit Sicherheit die schnellere Lösung ist. Zu beachten ist auch noch, dass nicht alle Mobilfunkanbieter die Sperrung der Karte kostenlos vornehmen.

Nachdem die Sperrung vollbracht und der erste Schock überwunden ist, sollte man auf jeden Fall Anzeige bei der Polizei erstatten. Dies ist nicht nur wichtig weil es das „+bliche Prozedere“ ist, sondern weil viele Mobilfunkanbieter eine Anzeige als Voraussetzung für die Haftbeschränkung der nach dem Diebstahl geführten Gespräche machen. Auch wenn beim kauf des Handys eine Versicherung abgeschlossen wurde, die Diebstahl abdeckt, ist eine Anzeige die Bedingung für die spätere Auszahlung. Die IMEI-Nummer des gestohlenen Smartphones wird von der Polizei als gestohlen vermerkt, wodurch eindeutig identifiziert werden kann, wenn das Handy wieder auftauchen sollte.

Nachdem das Handy nun gesperrt worden ist und der Diebstahl zur Anzeige gebracht wurde, kann versucht werden die Daten aus der Ferne zu löschen und gleichzeitig das Handy zu orten. Voraussetzung: das Gerät ist noch nicht ausgeschaltet und die SIM-Karte ist noch eingelegt. Android- als auch iPhones-Nutzer können sich auf der jeweiligen Seite mit ihren Zugangsdaten einloggen und das Smartphone orten, sperren oder gar alle Daten löschen lassen.

ACHTUNG: Wer gerne in exotische Länder fährt, sollte sich erkundigen, ob bei einem Anruf nach Deutschland auch die +49 als Ländervorwahl gilt. Aus Singapur zum Beispiel muss die +149 vorgewählt werden.

Pokémon Go und seine rechtlichen Risiken

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Schnappt sie… aber nicht um jeden Preis“, warnt die Polizei. Ob in der U-bahn, auf dem Weg zur Arbeit oder im Park, ob jung oder alt, man sieht sie überall: Pokémon Go-Jäger. De r Hype um die Smartphone-App ist riesig, und dennoch birgt sie rechtliche Risiken für ihre Nutzer. Worauf sollte man bei der Nutzung achten? Welche Rechte gelten? Und wie sieht das mit der Versicherung aus, falls während der Pokémon-Jagd etwas kaputt gehen sollte?

Datenschutz

Beim ersten Start fordert die App Zugriff auf:

  • Die Kamera (im Spiel werden die Pokémon in Fotos und Videos der Umgebung eingesetzt)

  • Das GPS-Signal (damit weiß die App, wo Sie sich tatsächlich und damit gleichzeitig in der Spielwelt befinden)

  • Den Speicher des Geräts (so lassen sich wohl alte Aufnahmen aufrufen)

  • Die Kontaktliste (so verknüpft man sich innerhalb der App mit seinen Freunden)

Dadurch hat Niantic, das Unternehmen hinter Pokémon-Go, Zugriff auf eine Menge persönlicher Daten der Nutzer. In der Datenschutzerklärung steht geschrieben, dass alle gesammelten Daten dem Unternehmen gehören. Diese würden bei einer Übernahme durch ein Unternehmens auch weitergegeben werden.

Das Unternehmen sammelt über die App unter anderem die Gerätekennung und kann diese in Verbindung mit dem Login eindeutig identifizieren. Da man die Jagd erst beginnen kann, wenn die Ortungsdienste aktiviert sind, kann Niantic zu jeder Zeit ermitteln, wo man sich gerade befindet. Diese Informationen sollen laut Unternehmen zur Personalisierung der App genutzt werden.

Da alle gesammelten Informationen dem Unternehmen gehören, können diese nach eigenem Ermessen Regierungen, Strafverfolgungsbehörden oder privaten Beteiligten offengelegt werden.

Außerdem hat der Verbraucherzentrale Bundesverband im Juli 2016 rund 15 Klauseln aus den Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen abgemahnt, da diese gegen die deutschen Verbraucherrechts- und Datenschutzstandards verstoßen hätten. Im Falle einer Abgabe der Unterlassungserklärung seitens des Unternehmens, wird ein Klageverfahren geprüft.

Persönlichkeitsrechte

Es ist natürlich nicht zwangsläufig nötig von den gejagten Pokémon an den sogenannten Pokémon-Stops ein Foto zu schießen, die Versuchung ist aber groß. Man sollte nur darauf achten, dass auf diesen Bildern keine fremden Menschen zu sehen sind, insbesondere wenn man vor hat, diese in sozialen Netzwerken online zu stellen. Sollten Fotos, auf denen fremde Menschen, die keine Einwilligung für die Veröffentlichung des Bildes abgegeben haben, zu sehen sein, können gegebenenfalls zivilrechtliche Konsequenzen wie Unterlassungsforderungen folgen.

Sicherheit

Das Phänomen Pokémon-Go ist allgegenwärtig: Menschen, die konzentriert auf ihre Handys schauen, um das nächste Pokémon zu fangen. Die Wahrnehmung der Umgebung geht hierbei gegen Null. Trotz der Pokémon Leidenschaft sollte man noch wachsam genug sein, um mögliche Gefahren wie fahrende Autos, rumstehende Gegenstände oder auch einfach nur seine Mitmenschen frühzeitig zu bemerken. Auch abgelegene Ecken können Gefahren bergen, weswegen geraten wird, Abends nicht unbedingt alleine auf die Jagd zu gehen.

Versicherung

Sollte bei der Jagd doch einmal was kaputt gehen, haftet, wie normalerweise auch, die Haftpflichtversicherung. Aber Achtung: sollte man während man spielt von einem Auto angefahren werden, könnte die Versicherung des Autofahrers von Mitschuld ausgehen und somit die Entschädigungssumme verringern. Verursacht man wegen seines Spieldranges selber einen Autounfall, können strafrechtliche Konsequenzen auf einen zukommen. Also Hände ans Lenkrad und Augen auf die Straße, hinterher kann weitergejagt werden.


Privateigentum


Aufpassen sollte man auch, dass man nicht versehentlich Privateigentum anderer Menschen betritt, nur um das nächste Pokémon zu schnappen. Hausfriedensbruch ist eine Straftat, was mit einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden kann. Pokéstops, die auf Privatgrundstücken angesiedelt sind, sollten umgehen innerhalb der App gemeldet oder direkt an den Betreiber des Spiels weitergeleitet werden.

 

Schlüsseldienste – ärgerlich und teuer

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Vielen ist es schon mal passiert: die Tür fällt hinter einem ins Schlüsselloch und der Schlüssel liegt aber noch in der Wohnung, man lässt den Schlüssel aus versehen im Schlüsselloch hängen und geht oder man verliert ihn. Entweder man bricht in Verzweiflung aus oder man behält einen kühlen Kopf und weiß was zu tun ist.

Schlüsseldienste sind meist mit hohen Rechnungen und Betrügern verbunden. Und dennoch kann man, wenn man folgende Ratschläge befolgt, hier und da ein wenig sparen.

Ist man sich sicher, dass man den Schlüssel in der Tür hat stecken lassen, empfiehlt es sich zunächst bei den Nachbarn zu klingeln und zu fragen, ob der Schlüssel eventuell gefunden wurde. Sollte dies nicht der Fall sein, kontaktiert man im besten Fall, insofern es eine gibt, die Hausverwaltung und erkundigt sich ob dort ein Zweitschlüssel hinterlegt ist. Aus gesetzlichen Gründend dürfte das nicht so sein; wenn doch, kann man einen Termin zur Abholung Schlüssels oder zum Öffnen der Türe vereinbaren. Gibt es keinen Zweitschlüssel kann man sich trotzdem fragen, ob die jeweilige Hausverwaltung einen Schlüsseldienst empfehlen kann oder gar eine Geschäftsverbindung hat.

Bringt das alles nichts und die Wohnungstür ist immer noch zu, sollte man spätestens jetzt im Internet nach Schlüsseldiensten in der Nähe der Wohnung suchen. Meistens werden Anfahrtsweg bzw. die Zeit dafür auch berechnet. Dank Webseiten auf denen man die Preise der Schlüsseldienste vergleichen kann, ist es kinderleicht den günstigsten Schlüsseldienst unweit der Wohnung zu finden.

Dabei ist es aber wichtig, sich für einen seriösen Schlüsseldienst zu entscheiden. Diese erkennt man daran, dass eine offizielle Geschäftsadresse und eine Internetadresse mit Impressum angegeben ist. Auf Schlüsseldienste, die nur eine Handynummer angeben oder damit werben, deutschlandweit präsent zu sein, sollte man verzichten. Letztere geben in der Regel sehr viel Geld für Werbung aus, damit sie in Telefonbüchern und in der Google-Suche als erstes angezeigt werden. Daher kommen auch die überhöhten Preise der Dienstleistung; das Geld, das für Werbung ausgegeben wird, wird durch die Kunden wieder reingeholt.

Stößt man doch auf eine Handynummer, sollte man die Person am anderen Ende der Leitung fragen, ob sie bitte die benötigte Gewerbeerlaubnis mitbringen kann. Denn in Deutschland ist es nur mit solch einem Dokument erlaubt diesen Service anzubieten. Die Wahl des Schlüsseldienstes muss gut überdacht sein; Betrüger sind hier keine Seltenheit. Außerdem gibt es schwarze Listen, die man einsehen kann.

Ist der seriöse Schlüsseldienst am Ort des Geschehens eingetroffen, wird er ein Öffnungsprotokoll schreiben, von dem man eine Durchschrift erhält. Hierbei wird unter anderem die Personalausweisnummer aufgeschrieben, um sich vor Betrügern, die sich als Wohnungsinhaber ausgeben, zu schützen. Nach vollbrachter Arbeit wird eine ausführliche Rechnung ausgestellt, worauf auch noch mal die Geschäftsadresse steht und die Einzelposten des Gesamtpreises aufgeführt sind.

Woraus besteht der Gesamtpreis einer Türöffnung?

Ein seriöser Schlüsseldienst wird darauf hinweisen, dass die Kosten für das Öffnen der Türe davon abhängen, ob die Tür nur zugefallen oder abgeschlossen ist.

  • Die Rechnung stellt sich aus folgenden Posten zusammen:

  • das Weggeld

  • das Öffnen der Türe

  • das neue Schloss plus Schlüsseldienst

  • die Montage

  • eventueller Feiertags- oder Nachtzuschlag

  • die ausgewiesene Umsatzsteuer

Ein letzter Tipp:

Wer eine Hausratsversicherung hat, kann in den Versicherungsunterlagen nachlesen ob die Versicherung möglicherweise einen Teil, der bei der Öffnung der Türe entstandenen Kosten, übernimmt. Hat man den Schlüssel zum Beispiel im Urlaub verloren, gilt das gleiche für die Reiseversicherung.

Gewährleistung und Garantie beim Kauf eines Produktes

Endlich ist das Paket da! Damit Kunden zur richtigen Zeit zu Hause sind, können sie sich benachrichtigen lassen. Foto: Wolfgang Kluge

Gewährleistung und Garantie beim Kauf eines Produktes

Bei der Frage nach dem Unterschied zwischen einer Garantie und einer Gewährleistung sind die meisten Menschen wohl überfragt. Meistens werden gekaufte Artikel zurückgeschickt weil man sie doch nicht möchte, die falsche Größe bestellt hat oder sie defekt sind. Hierbei treten weder Gewährleistung noch Garantie in Kraft. Eine solche Rücksendung läuft in der Regel über die Versicherungspolice des Verkäufers.

Die Verbraucherrechte-Richtlinie gibt vor, dass jedes Produkt gebrauchstauglich sein muss und die Qualität zufriedenstellend ist. Ausserdem darf das jeweilige Produkt nicht von der Produktbeschreibung abweichen. Sollte Ihr bestelltes Kleid also mir einem Loch oder in einer anderen Farbe als bestellt, geliefert werden, haben Sie die Möglichkeit auf die Verbraucherrechte zurückzugreifen.

Aber was ist denn nun der Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie?

Garantie

Eine Garantie ist eine freiwillig und vor allem frei gestaltbare Dienstleistung Seitens des Händlers oder des Herstellers, die zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistung gegenüber dem Kunden angeboten wird. Damit gehen Haltbarkeits- oder Funktionsversprechen einher.

Die Garantiezusage bezieht sich meist auf die Funktionsfähigkeit eines Gerätes (sehr selten auch nur auf bestimmte Teile eines Gerätes) innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Der Zustand der Ware zum Zeitpunkt der Übergabe an den Kunden spielt bei einer Garantie keine Rolle, da die Funktionsfähigkeit für den Zeitraum garantiert ist.

In keinem Fall darf eine Garantiezusage die gesetzliche Gewährleistung von 24 Monaten verringern oder gar ersetzen. Diese findet nämlich immer nur neben oder zusätzlich der gesetzlichen Gewährleistung Anwendung.

Gewährleistung

Eine Gewährleistung beschreibt die Rechtsfolgen und gesetzlichen Ansprüche. Hat der Verkäufer mangelhafte oder defekte Ware geliefert, steht dem Käufer im Rahmen des Kaufvertrages eine Gewährleistung zu.

In diesem Fall muss der Verkäufer gewährleisten, dass die verkaufte Ware frei von jeglichen Sach- und Rechtsmängeln ist. Deswegen haftet der Verkäufer für alle Art von Mängeln, die schon zum Zeitpunkt des Verkaufs bestanden haben. Dies gilt auch für Mängel, die erst später bemerkbar werden.

Zum Wohlwollen des Käufers wird innerhalb der ersten 6 Monate nach Übergabe davon ausgegangen, dass die besagt Ware bereits zum Lieferzeitpunkt mangelhaft bzw. defekt war. Sollte der Verkäufer allerdings nachweisen können, dass der Mangel zum Zeitpunkt der Lieferung noch nicht bestand, greift die Gewährleitung nicht. Fällt dem Verbraucher der Mangel erst nach mehr als 6 Monaten auf, ändert sich die Beweislast. Jetzt muss erst einmal bewiesen werden, dass die Ware schon vor der Lieferung fehlerhaft war.

Bei mangelhafter Ware stehen dem Käufer folgende gesetzliche Recht zu:

  • Anspruch auf Nacherfüllung (§ 439 BGB),

  • Rücktrittsrecht (§ 440; § 323; § 326 Abs. 5 BGB und die dort genannten Vorschriften),

  • Minderung (§ 441 BGB),

  • Anspruch auf Schadensersatz (§ 437 Nr. 3 BGB und die dort genannten Vorschriften).

Vorrangiges Recht ist hierbei die Nacherfüllung. Diese ist einerseits durch die Lieferung einer neuen Sache (Austausch) oder durch die Beseitigung des Mangels (z.B. Reparatur) möglich und wird grundsätzlich von Käufer, und nicht vom Verkäufer bestimmt.

Grob gesehen kann man also festhalten, dass Gewährleistung Sache des Händlers, und Garantie Sache des Herstellers ist. Der Händler ist also gesetzlich zu einer Gewährleistung verpflichtet, wobei der Hersteller frei darüber entscheiden kann, ob er für seine Produkte garantieren wird.